E-Plus schwimmt gegen den Strom
Der Düsseldorfer Netzbetreiber wächst weiter vor allem Dank seiner Tochtermarken und stemmt sich damit gegen den Markttrend.
Der drittgrößte Mobilfunkkonzern E-Plus entwickelte sich auch im abgelaufenen Quartal gegen den Markttrend. Der Düsseldorfer Netzbetreiber steigerte den Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um gut 9 Prozent auf 840 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 16 Prozent auf 336 Millionen Euro zu, teilte das Unternehmen am heutigen Mittwoch mit. Die EBITDA-Marge verbesserte sich um 2,4 Prozentpunkte und lag im dritten Quartal bei 40 Prozent.
Der Kundenstamm wuchs um 21 Prozent auf nunmehr 17 Millionen, ein Plus von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und rund 860.000 Kunden mehr als im zweiten Quartal. Gewonnen wurden vor allem Prepaidkunden, die einen geringeren Umsatz pro Monat beisteuern. Während das Unternehmen bei den Vetragskunden um 6 Prozent zulegte, wuchs die Zahl der Prepaidkunden um 32 Prozent. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde (ARPU) schrumpfte von 18 Euro im Vorjahresquartal auf 16 Euro. Während Vertragskunden monatliche Rechnungsbeträge von rund 30 Euro haben, geben Prepaidkunden im Schnitt 6 Euro monatlich aus. Die Umsätze mit Mobilfunkdienstleistungen legten um 6,4 Prozent auf 782 Millionen Euro zu.
"Schon heute ist klar, dass nach 2006 und 2007 auch 2008 die E-Plus Gruppe der einzige Gewinner des Wandels im deutschen Mobilfunkmarkt sein wird", sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks. Die KPN-Tochter verfolgt seit drei Jahren eine Mehrmarkenstrategie und hat mittlerweile 16 Prozent aller Kunden über Ableger wie Base, Simyo oder blau.de unter Vertrag. Dank der Zuwächse konnte sich die Gruppe dem Umsatzrückgang der Branche entziehen, der die Größen T-Mobile und Vodafone D2 in den vergangenen Quartalen belastet hatte. (vbr)