Canon steigt beim Dresdner Systemhaus Saxocom ein

Der japanische Hersteller hält konsequent an seiner Strategie fest, den Direktvertrieb in Deutschland durch Zukauf etablierter Systemhäuser zu verstärken. Die Saxocom AG soll künftig als Canon Business Center Region Dresden agieren.

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Der japanische Hersteller hält konsequent an seiner Strategie fest, den Direktvertrieb in Deutschland durch Zukauf etablierter Systemhäuser zu verstärken. Nachdem Canon zuletzt die Münchner Schulz Bürozentrum GmbH als Canon Business Center (CBC) integriert hatte, soll künftig auch die Saxocom Büro & Informationssysteme AG als CBC agieren – und zwar unter der Bezeichnung Canon Business Center Region Dresden – operated by Saxocom. Zwar steht die Zustimmung des Bundeskartellamtes für die geplante Übernahme noch aus, Canon rechnet jedoch damit, Saxocom in Kürze rückwirkend zum 1. März 2009 integrieren zu können, wie Unternehmenssprecherin Britta Giesen auf Anfrage von heise resale mitteilte.

An der grundsätzlichen Ausrichtung des Systemhauses, das 2008 mit knapp 80 Mitarbeitern rund 16 Millionen Euro erwirtschaftet hatte, will Canon indessen nicht rütteln. Saxocom solle sich weiterhin auf die Kernkompetenzen konzentrieren. Neben einem Schwerpunkt auf dem Druck- und Kopier-Management ist der Dresdner IT-Dienstleister auch auf Lösungen für die Informationstechnologie spezialisiert. So zählt Saxocom beispielsweise zu den Vertriebspartnern von Fujitsu (ehemals Fujitsu Siemens Computers) und den Top-Partnern von Hewlett-Packard hierzulande, die erst zum Jahreswechsel von "ihrem" Hersteller eigens ausgezeichnet wurden.

Dabei beschränkt sich Saxocom allerdings nicht nur auf Rechner und IT-Infrastruktur, sondern hat auch Drucksysteme und Supplies anderer Hersteller im Portfolio. In diesen Bereichen zählt nicht nur HP zu den schärfsten Konkurrenten von Canon, auch bei Anbietern wie Epson, Kyocera, Oki und Ricoh steht Saxocom offiziell auf der Vertriebspartnerliste. Die Übernahme-Strategie von Canon-Geschäftsführer Jeppe Frandsen ist unter diesem Aspekt nicht frei von Risiken. Denn der Vorstoß dürfte von konkurrierenden Herstellern zweifellos als direkte Kampfansage interpretiert werden. (map)