Schweizer Einwanderungspolitik gefährdet Human Brain Project

Mit dem Ja zur EU/Zuwanderungsinitiative stehen Forschungsvorhaben in der Schweiz vor einer unsicheren Zukunft.

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Von
  • Ralph HĂĽlsenbusch
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Mit knapper Mehrheit von 50,3 % hatten sich die Bürger der Schweiz in einem Volksbegehren am 9. Februar 2014 für das Reglementieren der Zuwanderung aus der EU entschieden. Dies kann Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Bedrängnis bringen, die auf internationale Zusammenarbeit angewiesen sind.

Wie die Basler Zeitung berichtet, ist unter anderem das Human Brain Project an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) betroffen. Die Kosten für das Projekt tragen die EU und die Schweiz gemeinsam. Die Finanzierung ist jedoch vorerst nur bis 2016 gesichert. Bis dahin wird die Europäische Kommission erst 54 Millionen der angekündigten 1 Milliarden Euro investiert haben. Eine Verlagerung ins Ausland käme nicht infrage, äußerte der südafrikanische Hirnforscher Henry Markram, Leiter des Human und des Blue Brain Project, der Zeitung gegenüber.

Am Human Brain Project, bei dem es um die Simulation von Gehirnprozessen geht, sind über 500 Mitarbeiter aus mehr als 22 Ländern beteiligt. Zu den Zielen zählt unter anderem die Erforschung von Krankheiten wie Alzheimer. Das Blue Brain Project startete 2005 gemeinsam mit IBM. Anfang des Jahres erlangte das HBP den Rang eines "Leuchtturmprojektes". (rh)