Deutscher Spielemarkt 2013: Next-Gen-Konsolen halten Umsatz stabil
Bei den Umsätzen mit Computerspielen zeigten sich 2013 vor allem Playstation 4 und Xbox One als Wachstumsmotoren. Der Markt der PC-Spiele gab im Gegensatz dazu nach.
Für das Jahr 2013 konnte die deutsche Spielebranche einen Umsatz von 2,41 Milliarden Euro verbuchen. Damit lag sie „erfreulich stabil“ ungefähr auf Vorjahresniveau, wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) mitteilte. Vor allem bei den Konsolenspielen seien Zuwächse zu verzeichnen gewesen, der Markt für PC-Titel schwächelte hingegen.
Insgesamt wurden mit Spielen für PCs und Konsolen sowie mit Spiele-Apps 1,82 Millarden Euro umgesetzt, 2012 waren es noch 1,85 Milliarden Euro. Laut BIU entspricht das einem Absatz von 69,5 Millionen Spielen. 1,47 Milliarden Euro entfielen dabei auf den Verkauf von Datenträgern und Downloads, 348 Millionen Euro auf Abogebühren und Zusatzinhalte wie In-App-Käufe.
Wichtigster Distributionsweg sei in Deutschland – anders als in anderen Ländern – nach wie vor der stationäre Handel. 79 Prozent aller Konsolen- und PC-Spiele würden hier abgesetzt. Auch wenn der Umsatzanteil digitaler Vertriebswege von 9 auf 12 Prozent stieg – 88 Prozent des Umsatzes würden immer noch im Einzelhandel gemacht.
Den Löwenanteil an den Spieleverkäufen nahmen die Titel für die stationären Konsolen mit 47 Prozent ein. Hier stieg der Umsatz zum Vorjahr um 5 Prozent auf 862 Millionen Euro. Wichtiger Motor waren demnach vor allem die kurz vor dem Weihnachtsgeschäft auf den Markt gekommenen Konsolen Playstation 4 und Xbox One – die Verkaufszahlen belegten einen überaus erfolgreiche Markteinführung der neuen Konsolengeneration.
Anders sah es bei den PC-Spielen aus, die mit einem Umsatz von 392 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 464 Millionen Euro lagen. Bei den Spiele-Apps halte nach wie vor der Free-to-Play-Trend an, was zur den Absatz kostenpflichtiger Spiele gesenkt habe – wegen gestiegener Durchschnittspreise sei der Umsatz aber um 4 Prozent auf 39 Millionen Euro gestiegen.
Browserspiele konnten einen Nutzerzuwachs um vier Prozent auf 11,6 Millionen Spieler verzeichnen, bei client-basierten Online-Spielen war im Laufe des Jahres ein leichter Rückgang auf 9,6 Millionen Spieler zu verzeichnen. Die Umsätze lagen ungefähr auf Vorjahresniveau, wobei die Einnahmen mit virtuellen Zusatzinhalten von 226 Millionen Euro auf 209 Millionen sanken, die Abo-Umsätze hingegen um 12 Prozent auf 139 Millionen Euro stiegen.
Die Zahlen basieren laut BIU auf einer Repräsentativbefragung von 25.000 Deutschen durch das Marktforschungsinstitut GfK. (axk)