IDS Scheer blickt verhalten in die Zukunft
Zwar konnte das Software- und Beratungshaus den Umsatz im dritten Quartal um 6 Prozent auf 97,7 Millionen Euro steigern, doch schwächte sich das Wachstum im hochmargigen Produktbereich ab und der Lizenzverkauf sank unter den Vorjahreswert.
Das Software- und Beratungshaus IDS Scheer hat im dritten Quartal 2008 einen deutlichen Ergebnisrückgang verbucht. Trotz einer Umsatzsteigerung von 92,2 auf 97,7 Millionen Euro (plus 6 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres) sank der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Güter (EBITA) von 8,3 Millionen Euro auf rund 4,4 Millionen Euro (minus 46 Prozent). Der Überschuss ging um 49 Prozent auf 2,4 Millionen Euro zurück. Anfang des Monats hatte IDS Scheer den Ergebnisrückgang unter anderem mit Restrukturierungskosten (davon 2,3 Millionen Euro allein im dritten Quartal) begründet, die das Unternehmen wieder zu einer "zweistelligen Profitabilität" führen sollen.
Der neue Vorstandsvorsitzende von IDS Scheer, Peter Gérard, weist im Quartalsbericht darauf hin, dass zwar der Gesamtumsatz gestiegen sei, dass sich das Wachstum im hochmargigen Produktbereich aber gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt habe und dass vor allem der Lizenzverkauf unter den Vorjahreswert gesunken sei. Der Lizenz-Umsätze des im TecDAX notierten Unternehmens sanken im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 9,4 Millionen Euro. Wegen des schwierigen Marktumfeldes und weiteren Sparmaßnahmen rechnet IDS Scheer für das laufende Jahr nur noch mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau von rund 393,5 Millionen Euro. Im Rahmen des Umbaus des Unternehmens will IDS Scheer auch den weltweiten Abbau von Stellen prüfen. (pmz)