NEC mit schwarzen Zahlen
Dank Aktienerlösen kam der japanische Elektronikkonzern im zweiten Quartal in die Gewinnzone. Doch der schwache Markt für Mikrochips und Nachfragerückgänge bei Netzwerksystemen belasten das Geschäft.
Der japanische Elektronikkonzern NEC hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres dank Aktienerlösen wieder schwarze Zahlen geschrieben. Doch der schwache Markt für Mikrochips und Nachfragerückgänge bei Netzwerksystemen belasten das Geschäft. Wie das Unternehmen heute bekannt gibt, fiel im jüngsten Quartal ein Nettoertrag von 1,3 Milliarden Yen (10,4 Millionen Euro) an, nachdem im entsprechenden Vorjahresquartal noch ein Verlust von 5,7 Milliarden Yen verbucht worden war. Bezogen auf die erste Hälfte des noch bis zum 31. März laufenden Geschäftsjahres ergab sich auch Dank eines Sondererlöses aus dem Verkauf einer Tochter ein Reinerlös von 1,7 Milliarden Yen nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum von 4,7 Milliarden Yen.
Doch der operative Gewinn halbierte sich zum Vorjahreshalbjahr auf 13,4 Milliarden Yen bei einem Umsatzrückgang im Halbjahr von 0,6 Prozent auf 2,1 Billionen Yen. Dies sei auch auf gestiegene Entwicklungskosten zurückzuführen, hieß es. NEC hielt an seiner erst kürzlich wegen schwacher Verkäufe bei Computerchips, Mobiltelefonen und Personal Computern deutlich gesenkten Ertragsprognose für das Gesamtjahr fest. Demnach geht der Konzern nun von einem Rückgang des Nettogewinns um 33,9 Prozent auf 15 Milliarden Yen aus bei einem um 23,5 Prozent geringeren Betriebsergebnis von 120 Milliarden Yen. Der Umsatz soll sich zum Vorjahr um 0,4 Prozent auf 4,6 Billionen Yen verringern. (anw)