BMBF fördert Entwicklung von Energieeffizienz-Elektronik

Das Bundesforschungsministerium hat die neue Fördermaßnahme "Leistungselektronik zur Energieeffizienz-Steigerung" vorgestellt, die langfristig "deutliche Energieeinsparungen in volkswirtschaftlich wichtigen Anwendungsfeldern" bringen soll.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat am heutigen Donnerstag die neue Fördermaßnahme "Leistungselektronik zur Energieeffizienz-Steigerung " (LES) vorgestellt, mit der die Finanzierung von multidisziplinären Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Steigerung der Energieeffizienz in elektronischen Systemen unterstützt werden soll. Zielvorgabe sind "deutliche Energieeinsparungen in volkswirtschaftlich wichtigen Anwendungsfeldern".

Rund 30 Prozent des Energieverbrauchs insbesondere bei elektrischen Antrieben und Beleuchtungen könnten über energieeffiziente Lösungen in der Leistungselektronik eingespart werden, heißt es beim BMBF. Energieeffizienz zu steigern, bedeute aber nicht nur eine Verbesserung der Leistungsparameter von Halbleiterbauelementen, sondern es gehe auch um neue Systemlösungen, die eine Vielzahl ganz verschiedener Aspekte umfassen.

Diese reichten von neuen Materialien, Bauteilkonzepten und Aufbautechniken über innovative Systemintegrationen und Zuverlässigkeitsaspekte bis hin zur Standardisierung von Bauelementen und kostengünstigen Herstellungstechniken. Nur durch Innovationen in allen Teilbereichen des Gesamtsystems, so das Forschungsministerium, könne das Ziel einer deutlichen Energieeinsparung durch neuartige Leistungselektronik erreicht werden.

Folgende Bereiche sind laut BMBF für Energieeffizienz-Steigerungen prädestiniert:

  • Automobil- und Antriebstechnik, Anlagen- und Maschinenbau (z.B. effiziente und kompakte Leistungswandler, Energiemanagement, effiziente elektrische Antriebe/Nebenaggregate),
  • Haushaltsgeräte (z.B. leistungsgeregelte KĂĽhlaggregate, energieoptimierte Wärmequellen, energieoptimierte Stand-by-Schaltungen),
  • Luft- und Raumfahrtindustrie (z.B. gewichtsoptimierter Ersatz hydraulischer Komponenten, Steigerung der Zuverlässigkeit leistungselektronischer Systeme),
  • Beleuchtung (kompakte, sparsame Vorschaltgeräte),
  • Energiewirtschaft (Energiemanagement und -verteilung, Energiewandler und Systeme zur Netzeinspeisung).

Die LES-Fördermaßnahme, die Teil des Rahmenprogramms IKT2020 ist, richtet sich laut BMBF an staatliche und nichtstaatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Eine möglichst hohe unternehmerische Beteiligung an den Verbundprojekten insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sei erwünscht. Bei gewerblichen Unternehmen sind Zuschüsse auf 50 Prozent der projektbezogenen Kosten begrenzt, bei Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie vergleichbaren Institutionen kann die Förderung im Einzelfall bis zu 100 Prozent betragen. Die Abwicklung erfolgt über die VDI Technologiezentrum GmbH, die als Projektträger der LES-Fördermaßnahme fungiert. (pmz)