Atari: Schrumpfende Umsätze, geringerer Verlust
Atari, Inc. - der US-Ableger des französischen Spielekonzerns Infogrames, der unabhängig von der europäischen Atari operiert - musste im gesamten Geschäftsjahr sowohl beim Publishing wie bei der Distribution Umsatzrückgänge hinnehmen.
Atari, Inc. – der US-Ableger des französischen Spielekonzerns Infogrames, der unabhängig von der europäischen Atari operiert – muss mit weiter schrumpfenden Umsätzen leben. Gleichzeitig konnte der Spiele-Publisher und -Distributor aber auch die Verluste verringern. Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2008 (bei Atari endete das Geschäftsjahr am 31. März 2008) kam noch ein Umsatz von 15,287 Millionen US-Dollar zustande nach 26,946 Millionen im gleichen Quartal des Vorjahrs. Der Nettoverlust reduzierte sich gleichzeitig von 61,703 auf 3,667 Millionen US-Dollar. Der operative Verlust ging von 65,019 auf 2,736 Millionen US-Dollar zurück.
Ohne die Kosten für die Restrukturierung des Unternehmens hätte der Nettoverlust im Quartal 1,8 Millionen US-Dollar betragen. Der Umsatz mit dem Publishing-Geschäft sank im vierten Quartal im Jahresvergleich 25,8 auf 13,5 Millionen US-Dollar. Die Distributionssparte dagegen konnte den Umsatz von 1,1 auf 1,8 Millionen US-Dollar steigern.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2007 verzeichnete Atari Umsätze in Höhe von 80,131 Millionen US-Dollar nach 122,285 Millionen im Vorjahr. Der Nettoverlust ging von 69,711 auf 23,646 Millionen US-Dollar zurück (17,1 Millionen ohne Restrukturierungskosten), der operative Verlust von 77,644 auf 21,862 Millionen US-Dollar. Mit Publishing setzte Atari im Geschäftsjahr 2007 69,8 Millionen US-Dollar um, im Vorjahr waren es noch 104,7 Millionen. Der Distributionsumsatz sank im gesamten Geschäftsjahr ebenfalls, mit dieser Sparte erzielte Atari Umsätze von 10,3 Millionen US-Dollar nach 17,6 Millionen im Vorjahr.
Wie schon in einigen vergangenen Quartalen üblich, kommentierte das Management von Atari die Zahlen nicht weiter. Neben der von Atari veröffentlichten Mitteilung reichte die Firma die bei der US-Börsenaufsicht SEC vorzulegenden Bilanz-Unterlagen noch nicht ein, versichert aber, dies bis zum letztmöglichen Termin am 29. Juni nachzuholen. (jk)