ITU fordert einheitlichen Kindernotruf
Ähnlich wie beim Karten-Sperr-Notruf 116 116 soll der Kindernotruf über eine Vermittlung laufen. Diese soll dann zu den verschiedenen Hilfsorganisationen weiterleiten.
Die International Telecommunication Union (ITU) ruft im Vorfeld des Welttages der Kinderhilfe am 17. Juni ihre Mitgliedsstaaten auf, unter der einheitlichen Nummer 116 111 einen zentralen Kindernotruf einzurichten. Ähnlich wie beim Karten-Sperr-Notruf 116 116 soll der Kindernotruf über eine Vermittlung laufen, die dann zu den verschiedenen Hilfsorganisationen weiterleitet. In Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Portugal, Tschechien und Schweden ist 116 111 als Kindernotruf bereits auf Antrag von Child Helpline International (CHI) eingerichtet.
In der ITU-Mitteilung zum Aufruf heißt es, dass die Nummer 116 111 künftig vom Standardisierungsbüro der ITU geschützt werde. In den Ländern, in denen 116 111 bereits verfügbar ist, sollen nach Angaben von CHI in den Jahren 2005 und 2006 jährlich jeweils 10,5 Millionen Kindernotrufe gezählt worden sein. Eine einfach zu merkende, international einheitliche Notrufnummer, die kostenlos aus allen Netzen erreichbar ist, sei besonders für Kinder wichtig, die im Ausland bzw. in einem ihnen unbekannten Land Hilfe suchen. In ihrem Aufruf erinnert die ITU an die Beschlüsse des WSIS-Gipfels, auf dem eine internationale Notrufnummer für Kinder von allen Staaten akzeptiert wurde. (Detlef Borchers) / (jk)