Studie: Drahtlose Vernetzung wird Alltag

In Zukunft werden immer mehr Alltagsgegenstände drahtlos miteinander vernetzt sein. Zu dieser Prognose kommt eine Studie des Feldafinger Kreises zu Internet-Trends.

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  • dpa

Immer mehr Alltagsgegenstände werden durch das mobile Internet drahtlos miteinander vernetzt sein – so sieht nach Meinung des Feldafinger Kreises die Zukunft des Internets aus. Eine entsprechende Studie (PDF-Datei) zur Internet-Forschung mit 15 Trends und Handlungsempfehlungen wurde am heutigen Donnerstag in Darmstadt vorgestellt. Im Feldafinger Kreis, der seit 2001 besteht, kommen Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Internet-Forschung in Deutschland voranzutreiben.

Zum prognostizierten "Internet der Dinge" gehöre zum Beispiel das vernetzte Fahrzeug. Rainhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das am Feldafinger Kreis beteiligt ist, sagte, dass Autos so in Kontakt mit ihrer Umwelt treten könnten. So sei es möglich, dass sich die Autofahrer über die Benzinpreise an der nächsten Tankstelle oder die Brötchenpreise beim nächsten Bäcker informieren. Untereinander vernetzte Autos könnten mit entsprechenden Sensoren andere Fahrzeuge vor Glatteis und Ölspuren warnen. Diese Technik könne in den kommenden fünf Jahren entwickelt werden, sagte Karger.

Ein weiteres Einsatzgebiet sei die Logistik. Mit Hilfe kleiner Chips könne schon heute der Weg von Waren nachverfolgt werden. Sie würden bereits in Fracht-Containern und an Euro-Paletten eingesetzt. Darüber hinaus sei es laut Karger denkbar, dass solche Chips in Zukunft auch am Joghurtbecher oder der Käseschachtel im Supermarkt zu finden seien. So könnten sich die Kunden über die genaue Herkunft der Waren informieren.

Der Feldafinger Kreis überreichte die Studie symbolisch dem Bundesforschungsministerium. Der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium, Andreas Storm (CDU), startete an gleicher Stelle zudem das Projekt "Germany-Lab" (G-Lab). An dem mit 3,8 Millionen Euro geförderten Projekt sind neben der Technischen Universität Darmstadt fünf weitere deutsche Hochschulen beteiligt. Ziel ist die Erforschung der Internet-Zukunft. (dpa) / (vbr)