Beteiligungsgesellschaft will bei Distributor Computerlinks einsteigen
Im Rahmen einer Ad-hoc-Meldung gab die Münchner Computerlinks AG heute bekannt, dass die Akquisitionsgesellschaft Platin 274.GmbH mindestens 75 Prozent der Anteile des auf Security spezialisierten Großhändlers übernehmen will.
Mit einer Ad-hoc-Meldung gab die Münchner Computerlinks AG heute bekannt, dass die Akquisitionsgesellschaft Platin 274.GmbH mindestens 75 Prozent der Anteile des auf Security spezialisierten Value Added Distributors übernehmen will. Die künftig unter dem Namen CSS Computer Security Solutions Erwerbs GmbH firmierende Gesellschaft – an der wiederum von Barclays Private Equity Limited verwaltete Fonds beteiligt sind – will den Computerlinks-Aktionären Inhaberaktien zum Preis von je 15,50 Euro abkaufen. Damit liegt das Angebot knapp 39 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom 16. Juni 2008.
Der Vorstand der Computerlinks AG steht dem Übernahmeangebot grundsätzlich positiv gegenüber, da er sich vom Einstieg eines "erfahrenen Finanzinvestors" wertvolle Impulse für die geplante internationale Expansion verspricht. In enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat soll das Angebot daher eingehend geprüft werden. Barclays Private Equity will die Marktposition des VAD durch organisches Wachstum wie auch strategische Akquisitionen vorantreiben. "Wir bieten dem Unternehmen neben unserer langjährigen Expertise finanzielle Stabilität und den langen Atem, den es braucht, um weiter profitabel wachsen zu können", betonte Michael H. Bork, Managing Director und Geschäftsführer von Barclays Private Equity. Die Platin 274.GmbH knüpft ihre Offerte allerdings an die Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden und an die geforderte Mindestannahmequote von 75 Prozent.
Der 1984 vom Vorstandsvorsitzenden Stephan Link gegründete Spezialdistributor für Security- und E-Business-Lösungen ist seit 1999 als Aktiengesellschaft an der Börse notiert. Computerlinks ist mit eigenen Niederlassungen in 11 Ländern Europas vertreten und darüber hinaus in Nordamerika, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiv. Im vergangenen Jahr konnte der VAD mit insgesamt knapp 500 Mitarbeitern einen Umsatz von 469,1 Millionen Euro erzielen – das EBITDA lag bei 19,2 Millionen Euro. (map)