Das Handy als "Sensor" für Klimaschützer

Kalifornische Wissenschaftler haben eine Anwendung entwickelt, um mit GPS-Handys die CO2-Emissionen des Users oder dessen Aussetzung an Feinstaubkonzentration zu erfassen.

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Von
  • Florian Rötzer

Wissenschaftler der University of California in Los Angeles (UCLA) haben eine Anwendung für GPS-Handys vorgestellt, mit der Menschen ihren Energieverbrauch im Verkehr darstellen können. Personal Environmental Impact Report (PEIR), der vom Center for Embedded Networked Sensing (CENS) in Zusammenarbeit mit dem Nokia Research Center in Palo Alto entwickelt wurde, soll umweltbewussten Menschen helfen, bessere Entscheidungen durch mehr Informationen treffen zu können.

Erfasst werden durch die Aufzeichnung der zurückgelegten Wege die täglichen, wöchentlichen, monatlichen und jährlichen CO2-Emissionen. Anhand des Bewegungsprofils wird vom Programm abgeschätzt, ob die Person steht, geht oder fährt. Berechnet werden zudem die Auswirkungen des Fahrens im Hinblick auf die Feinstaubkonzentration auf bestimmte "sensible" Orte wie Schulen oder Krankenhäuser oder die Aussetzung der Benutzer an hohe Feinstaubkonzentrationen. Zudem kann der Benutzer erfahren, wie oft er Fast Food zu sich genommen hat, zumindest werden auch die Besuche in Fast-Food- und anderen Restaurants oder Lebensmittelgeschäften registriert.

Die mit GPS-Handy erfassten Bewegungsdaten werden auf den Computer heruntergeladen und auf Karten dargestellt. Zur Auswertung werden weitere lokalisierte und Echtzeit-Daten herangezogen, beispielsweise über die Verkehrslage, die Feinstaubkonzentration und die Wetterbedingungen.

Die derart gesammelten Bewegungs- und Verhaltensprofile kann man auch mit anderen PEIR-Usern austauschen und vergleichen oder seinem Facebook-Profil hinzufügen. Und natürlich ist diese Anwendung auch eine weitere Möglichkeit nicht nur für den User, persönliche Informationen zu sammeln und auszuwerten. (fr)