Symantec investiert in Online-Backup
Mit der Übernahme von SwapDrive ergänzt der Software-Konzern seine Norton-Produktlinie für den Endkundenmarkt um einen Online-Datensicherungsservice.
Mit der Übernahme von SwapDrive ergänzt der Software-Konzern seine Norton-Produktlinie für den Endkundenmarkt um einen Online-Datensicherungsservice. Weder Symantec noch SwapDrive haben die Transaktion offiziell bekanntgegeben, sie wurde jedoch inzwischen gegenüber US-Medien bestätigt. Die Kaufsumme soll Insidern zufolge bei 123 Millionen US-Dollar gelegen haben.
Symantec und das 1998 gegründete Privatunternehmen SwapDrive verband bereits eine 2-jährige OEM-Partnerschaft: der Backup-Service ist Teil des Angebots von Norton 360. Außerdem gehören zum Portfolio von SwapDrive noch die Online-Services Backup.com sowie WhaleMail, der den Versand "beliebig großer" Dateien per E-Mail ermöglicht. Allein Backup.com soll in den USA bereits 2 Millionen registrierte Anwender zählen, die ihre persönlichen Daten online zu Preisen ab 4,95 US-Dollar monatlich (für 2 GByte Speicher) sichern.
Symantec folgt mit der Übernahme von SwapDrive einem branchenweiten Trend, Speicherservices über das Internet zu vermarkten. Im Herbst vergangenen Jahres hatte der Storage-Hersteller EMC den auf Privatkunden und kleinere Unternehmen ausgerichteten Online-Backup-Service Mozy gekauft. Im April 2008 startete dann Hewlett-Packard unter dem Namen Upline einen eigenen Datensicherungsdienst, beschränkte dessen Nutzung kurze Zeit später allerdings ausschließlich auf Bürger der USA.
Unterdessen dehnte das Seagate-Tochterunternehmen EVault die Vermarktung seines Backup-Service auch auf Europa aus. Über ein dediziertes Channel-Programm sollen – in Kooperation mit dem Distributor Ingram Micro – Vertriebspartner für den Verkauf der Dienstleistung gewonnen werden. Um die Sicherheit der Online-Backup-Services beurteilen zu können, hatte heise Security sechs der hierzulande angebotenen Dienste einem detaillierten Test unterzogen. Dabei zeigten sich zum Teil erhebliche Sicherheitsprobleme. Zwei der betroffenen Anbieter – BullGuard und NTT Europe – haben ihre Services daraufhin bereits angepasst. (map)