Bitcoinbörse Mt. Gox: Nutzer können Blick auf ihr Guthaben werfen
Ein Lichtblick für Mt.-Gox-Kunden? Nach dem Zusammenbruch der Börse können Nutzer sich erstmals wieder einloggen und ihren Kontostand betrachten. Ein Anspruch auf Entschädigung folge daraus aber nicht, heißt es in einer Mitteilung.
Die insolvente Bitcoin-Börse Mt. Gox bietet ihren Nutzern auf ihrer Website erstmals wieder die Möglichkeit, sich einzuloggen und ihren Kontostand zu sehen. In einer Mitteilung dazu betont das Unternehmen aber, dass dies ein reiner Kundenservice sei, aus dem sich keinerlei rechtliche Ansprüche auf Entschädigung ableiteten.
(Bild: Screenshot)
Ob die gezeigten Kontostände aber tatsächlich noch vorhanden sind und vielleicht auch wieder an ihre Inhaber zurückfließen könnten, ist völlig unklar. Mt. Gox erklärt lediglich, dass die gezeigten Kontostände keine offizielle Anerkennung bedeuteten, wie viel das insolvente Unternehmen seinen Kunden schulde. Für eine zivilrechtliche Entschädigung müssten Formulare ausgefüllt und einer Prüfung unterzogen werden. Auf welche Art die Geschädigten einen Antrag stellen können, steht in der Mitteilung nicht – dies solle aber auf der Homepage veröffentlicht werden, sobald Mt. Gox dazu in der Lage sei.
Die Börse hatte nach technischen Schwierigkeiten schließlich komplett den Betrieb eingestellt, kurz darauf erst in Japan Insolvenz angemeldet und rund eine Woche später dann auch in den USA. Inzwischen wurden auch schon erste Klagen gegen die Börse und ihren Betreiber Mark Karpeles eingereicht. Laut den Insolvenzanträgen soll die Börse 850.000 Bitcoins – davon 100.000 aus Unternehmensbesitz – an unbekannte Angreifer eingebüßt haben, die eine Schwachstelle im Bitcoinsystem ausgenutzt haben sollen. (axk)