Oracle gewinnt auch mit Hardware an Fahrt
Langsam kommt bei Oracle das Geschäft mit Software und auch Geräten wieder in Schwung. Doch die Börsianer bleiben skeptisch.
Nach einer Durststrecke ziehen Oracles Geschäfte langsam wieder an. Von Dezember bis Februar stieg der Umsatz dank besserer Verkäufe von Hardware und Programmen um 4 Prozent auf 9,3 Milliarden Dollar (6,7 Milliarde Euro). Der Gewinn legte im dritten Geschäftsquartal laut Mitteilung im Jahresvergleich um zwei Prozent auf rund 2,6 Milliarden Dollar zu.
Finanzchefin Safra Katz verwies auf ein deutlich besser gelaufenes Geschäft mit Cloud-Software. Den Anlegern ging die Erholung jedoch zu langsam vonstatten. Sie vermissten Zeichen für einen nachhaltigen Aufschwung. An die Wende wollten sie deshalb noch nicht glauben. Nachbörslich fiel die Oracle-Aktie um 4 Prozent.
Oracle hatte in den vergangenen beiden Jahren unter einem schwachen Wachstum und zwischenzeitlich sogar einem schrumpfenden Gewinn gelitten. Vor allem das hinzugekaufte Servergeschäft von Sun Microsystems enttäuschte ein ums andere Mal; dann machte auch noch das wichtige Neugeschäft mit Software-Lizenzen schlapp.
Konzernchef Larry Ellison sah sich nach dem jetzigen Anziehen der Verkäufe bei Hard- und Software in seiner Auffassung bestätigt, dass die Kunden es schätzten, wenn sie Komplettpakete zusammengestellt bekämen. "Dann müssen sie das nicht selbst tun." (anw)