Full-HD-Beamer mit LED-Lichtquelle
Heimkinospaß ohne teuren Lampenwechsel verspricht Texas Instruments. Das Unternehmen stellt auf der InfoComm den Prototyp eines Full-HD-Heimkino-Projektors vor, der mit LEDs als Lichtquelle arbeitet.
Während bei Notebooks und Monitoren LED-Hintergrundbeleuchtung schon seit längerem en vogue ist, hat Texas Instruments jetzt den ersten Heimkino-Beamer mit LED-Lichtquelle vorgestellt. Auf der AV-Fachmesse InfoComm in Las Vegas (18. bis 20. Juni) zeigt das Unternehmen den Prototyp eines DLP-Heimkino-Projektors mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln (Full-HD). Die meisten bislang erhältlichen LED-Beamer schaffen lediglich eine maximale Auflösung von 800 × 600 Bildpunkten.
Das größte Problem der Leuchtdioden-Beamer ist der extrem geringe Lichtstrom: Mehr als 50 ANSI-Lumen waren bislang nicht drin. Konventionelle Heimkino-Beamer mit Gasentladungslampen schaffen mindestens das Zehnfache, für ein nicht vollständig abgedunkeltes Wohnzimmer benötigt man sogar rund 1000 Lumen. Bezüglich des Lichtstroms des neuen LED-Heimkino-Projektors hüllt sich Texas Instruments dann auch in Schweigen. Nur soviel war zu erfahren: Es werden Hochleistungs-"PhlatLight"-LEDs aus dem Hause Luminus eingesetzt. Größter Vorteil der LED-Beamer: Die Lichtquelle hält weit länger durch als konventionelle Lampen, die nach rund 3000 Stunden ausgewechselt werden müssen.
Zu den ersten Firmen, die einen DLP-LED-Heimkinoprojektor herstellen wollen, gehört Optoma. Das taiwanische Unternehmen will damit noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Optoma hat zudem einen Kleinstbeamer ("Pico-Projektor") mit LED-Technik angekündigt. Dieser soll aber erst 2009 in die Läden kommen. (jkj)