Kompakter 3D-Beamer mit SXGA+-Auflösung
Der F10 AS3D von Projectiondesign und Digital Image bringt Bilder räumlich an die Leinwand – eine Shutterbrille vorausgesetzt. Die Zielgruppe sind neben Ingenieuren auch Filmproduzenten.
Kleines Gehäuse, räumliche Bilder: Die norwegische Edel-Beamer-Schmiede Projectiondesign und die deutsche Entwicklungsfirma Digital Image haben auf der AV-Fachmesse InfoComm in Las Vegas einen Stereoskopie-Projektor vorgestellt. Der Beamer wiegt 3,4 Kilogramm und kommt mit 28 cm × 28 cm × 11 cm vergleichsweise kompakt daher. Bisherige Stereoskopie-Projektoren (wie beispielsweise der Cube 3D² von Digital Image) bringen wesentlich mehr Gewicht auf die Waage.
Der F10 AS3D projiziert mit Single-Chip-DLP-Technik in SXGA+-Auflösung (1400 × 1050 Pixel). Während konventionelle DLP-Beamer eine maximale Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz schaffen, ist der 3D-Beamer in der Lage, 120 Hz zu verarbeiten. Signale nimmt der F10 AS3D über zwei DVI- oder zwei Sub-D-Ports entgegen. Dabei übernimmt der Projektor die Synchronisation der Eingänge, man benötigt also keine teure Spezial-Grafikkarte mit Synchro-Ausgängen. Der Stereoskopie-Beamer arbeitet mit aktiven Shutterbrillen.
Da der Projektor mit 120 Hz läuft, wird jedes Auge mit 60 Bildern pro Sekunde versorgt – also quasi flimmerfrei. Der F10 AS3D schafft im 2D-Modus einen Lichtstrom von 2400 ANSI-Lumen, im 3D-Betrieb verringert sich dieser systembedingt um mehr als die Hälfte.
Als potenzielle Käufer haben die Hersteller Wissenschaftler und Ingenieure im Auge, aber auch Filmproduzenten: Zumindest in den USA ist 3D derzeit das große Kino-Thema – allein im Jahr 2009 wollen die großen Hollywood-Studios mehr als ein Dutzend 3D-Filme veröffentlichen.
Der Preis für den kompakten Stereoskopie-Beamer steht noch nicht fest, er wird aber auf alle Fälle deutlich preisgünstiger sein als der Cube 3D², für den man über 33.000 Euro berappen muss. In Deutschland ist der F10 AS3D direkt über Digital Image erhältlich. (jkj)