Miele bringt Saugroboter auf den Markt

Recht spät steigt der Hausgeräte-Hersteller in den Markt für Saugroboter ein. Bisherige Modelle seien technisch unzulänglich gewesen, meint Miele.

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Der deutsche Hausgeräte-Hersteller Miele will im Mai seinen ersten Saugroboter auf den Markt bringen. Der Scout RX1, der zusammen mit einem südkoreanischen Robotik-Spezialisten entwickelt worden sei, soll 619 Euro kosten. Miele sieht ihn als "Zweitgerät für die Reinigung zwischendurch".

Der Scout RX1 soll vor Treppen halt machen

(Bild: MIele)

Das Unternehmen erklärt seinen späten Einstieg in den seit etwa 15 Jahren existierenden Markt für saugende Roboter mit technischen Unzulänglichkeiten früherer Modelle, vor allem bei der Navigation, Staubaufnahme und Akkuleistung. Diese seien in dem neuen Gerät überwunden, meint Miele.

Der Scout RX1 fahre im Unterschied zu anderen Saugrobotern nicht chaotisch über die Flächen, sondern dank "Smart Navigation" systematisch Bahn für Bahn. Das System setzt sich zusammen aus einem Gyro-Sensor, der Drehbewegungen und Fahrtrichtungsänderungen misst. Dazu kommen eine Digitalkamera, die mehrmals pro Minute die Raumdecke scannt, und sieben Infrarot-Sensoren an der Saugerfront, die Kollisionen mit Möbeln verhindern helfen sollen. Drei weitere Sensoren unter dem Gerät sollen verhindern, dass der Saugroboter Treppen herabfällt.

Zwei rotierende Seitenbürsten befördern den Schmutz unter das Gerät. Eine Bürstenwalze führt gröberen Schmutz in die Staubbox, ein Gebläse ist für feine Staubpartikel zuständig. Die Staubbox fast 0,6 Liter.

Eine Akkuladung soll reichen, bis zu 150 m2 zu reinigen, das entspreche einer Laufzeit von 120 Minuten, schreibt Miele. Für größere Flächen fahre der Saugroboter selbstständig zur Ladestation, verweile dort zwei Stunden und sauge dort weiter, wo er seine Arbeit unterbrochen habe. Auch nach 300 Ladezyklen erreiche der Akku noch die Leistung wie vor dem ersten Gebrauch. (anw)