Folie als künstlicher Muskel

Eine Folie, mit der sich unter anderem künstliche Muskeln konstruieren lassen, hat das dänische Unternehmen Danfoss PolyPower A/S entwickelt.

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Von
  • Axel Urbanski

Die Kräfte zwischen den elektrisch geladenen Schichten bewirken eine Längenveränderung der Folie.

(Bild: Danfoss PolyPower A/S)

Die Folie, die das dänische Unternehmen Danfoss PolyPower A/S entwickelt hat, ändert ihre Länge, sobald man eine elektrische Spannung anlegt. Sie arbeitet nach dem Prinzip eines Kondensators, bei dem die Isolationsschicht zwischen den leitenden Flächen, das Dielektrikum, flexibel ist. Die mikroskopisch fein strukturierte Folie ist von außen mit einer Silberschicht überzogen.

Legt man eine elektrische Spannung an den leitfähigen Überzug an, zieht sich die Folie zusammen. Denn das elektrische Feld zwischen den Außenflächen erzeugt eine Kraft, die auf das elastische Dielektrikum wirkt. Es ist ähnlich wie der Balg einer Ziehharmonika gefaltet, sodass es unter Druck seine Länge verändert. Der Hersteller bezeichnet die Folie als Dielectric Electro Active Polymers (DEAP).

Das Tochterunternehmen der Danfoss-Gruppe konnte auf der Hannover Messe 2009 erste DEAP-Anwendungen in Aktion zeigen. (Axel Urbanski) / (rh)