E-Plus nimmt sich Google zum Vorbild

Künftig will der Mobilfunkbetreiber den größten Teil seiner Einnahmen durch Werbung und Kooperationen erzielen, sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks laut "Financial Times Deutschland".

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Der Mobilfunkbetreiber E-Plus will künftig den größten Teil seines Umsatzes mit Werbetreibenden und Kooperationspartnern erzielen. Das kündigte Thorsten Dirks, Chef des Unternehmens, laut einer Meldung der Financial Times Deutschland an. Umsätze mit den Mobilfunkkunden selbst würden dann weniger als die Hälfte der gesamten Einnahmen ausmachen. Dabei wolle sich E-Plus stärker an Google orientieren: "Millionen Menschen durchsuchen jeden Tag mit Google das Internet. Doch der Konzern hat noch nie einem der Nutzer eine Rechnung gestellt. Vielmehr verdient Google sein Milliarden mit Werbung und Kooperationen."

Es werde für alle Netzbetreiber schwieriger, allein mit Verbindungsentgelten dauerhaft ausreichende Margen zu erzielen, sagte Dirks demnach. Daran würden auch die derzeit wachsenden Datendienste nichts ändern. Hingegen seien steigende Einnahmen durch Werbung zu erzielen. Die Konzerntochter Simyo habe jüngst einen Versuch mit Werbeeinblendungen in Onlinespielen gestartet. Im Gegenzug erhalte der Nutzer das Spiel kostenlos. Auch denke E-Plus über Kooperationen mit Händlern nach. Es sei denkbar, dass Kunden Freiminuten oder kostenlose Zusatzdienste erhalten, wenn sie – auf freiwilliger Basis – Werbung beachteten. (anw)