Japanisches Joint Venture für Treiber-ICs

NEC Electronics und Elpida Memory haben in einem Memorandum of Understanding die Gründung eines neuen Unternehmens zur Entwicklung und Fertigung von Treiber-ICs für große Displays bekundet.

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NEC Electronics und Elpida Memory haben sich in einem Memorandum of Understanding auf die Gründung eines neuen Unternehmens zur Entwicklung und Fertigung von Treiber-ICs für große Displays geeinigt. An dem für Ende September angepeilten Joint Venture, das Ende dieses Jahres in ei neues Unternehmen münden soll, wird sich NEC voraussichtlich mit 80 Prozent und DRAM-Spezialist Elpida mit 20 Prozent beteiligen. Die im Joint Venture entwickelten Treiber-ICs sollen sowohl bei NEC als auch in Elpidas 12-Zoll-Fabrik in Hiroshima produziert werden. NEC bringt in das Joint Venture die Treibertechnik ein, Elpida sein Produktions-Know-how.

Der Bedarf an Treiberbausteinen für große Displays ist durch die erhöhte Nachfrage nach Flachbildfernseher in der Vergangenheit stark gestiegen. Allerdings ist auch der Wettbewerb in diesem Bereich recht groß, weshalb die Hersteller auf günstige Fertigungskosten achten müssen. NEC Electronics ist seit Ende der 80er Jahre im Treibergeschäft aktiv und produziert sowohl Treiber für große LC-Displays und Plasmaschirme, als auch solche für kleinere Mobildisplays. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das im März 2008 endete, erzielte der japanische Elektronikkonzern mit Treiberbausteinen einen Umsatz von 742,7 Millionen US-Dollar und hielt damit nach eigenen Angaben 12 bis 13 Prozent des Weltmarktes. Elpida ist Japans einziger DRAM-Hersteller und nach eigenen Angaben Nummer drei der Welt in diesem Bereich. Mit dem Joint Venture will NEC insbesondere die Effizienz in der Produktion weiter erhöhen, um besser gegen die Konkurrenz wie etwa die koreanische Samsung Electronics bestehen zu können. (uk)