Billboard und Twitter machen US-Hitparade
Eine neue Chart-Rubrik beruht auf positiven Erwähnungen auf Twitter. Sie wird ab Mai in Echtzeit erstellt.
Twitter und Billboard sind eine mehrjährige Partnerschaft eingegangen. Billboard erstellt seit Jahrzehnten Musik-Hitparaden in mannigfaltigen Varianten. Im Mai soll eine neue Rangliste dazukommen, die auf der Basis öffentlicher Tweets erstellt wird. Sie sollen einzelne Musiktitel nennen, die zum jeweiligen Zeitpunkt sowie über einen längeren Zeitraum besonders häufig positiv erwähnt werden. Negative Erwähnungen soll der Algorithmus ignorieren.
(Bild:Â Billboard)
Außerdem sollen die neue Hitparade den meist-diskutierten und meist-geteilten Liedern "neuer und aufstrebender Künstler" zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Nähere Details hat Billboard noch nicht verraten. Mehrdeutig ist die Formulierung zur regionalen Abgrenzung: Entweder werden nur US-Tweets ausgewertet werden, oder nur Tweets über US-Musik. Vielleicht auch nur US-Tweets über US-Musik.
Die Twitteria und ihre Musikanten
Das Musik-Business ist auf Twitter besonders präsent. Unter den zehn meist-abonnierten Twitter-Accounts finden sich sieben Musiker und YouTube. An der Spitze liegt die Kalifornierin @katyperry vor dem Kanadier @justinbieber. Die beiden haben als einzige jeweils mehr als 50 Millionen Follower. Dahinter folgen US-Präsident @BarackObama als prominentester Nicht-Musiker, @ladygaga, @YouTube, @taylorswift13, @britneyspears, @rihanna und @justintimberlake. Die Facebook-Tochter @Instagram komplettiert mit 31 Millionen Abonnenten die Top Zehn.
Gleich dahinter liegt @twitter selbst mit 29 Millionen auf Platz 11. Das Unternehmen hat bereits in der Vergangenheit versucht, die Musiklastigkeit des Mikroblogging zu Geld zu machen. Vor einem Jahr richtete es den Empfehlungsdienst #Music ein, der auf Spotify- und Rdio-Streams verweist. Mangels Erfolg wird #Music wieder eingestellt.
(ds)