Balda baut Aufsichtsrat um

Auf der Tagesordnung der Hauptversammlung am 29. Juli steht unter anderem die Umbildung und Verkleinerung des Aufsichtsrates.

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  • dpa

Der Handyzulieferer Balda will seinen Aufsichtsrat umbilden und verkleinern. Die Mitgliederzahl des Gremiums soll laut Einladung zur Hauptversammlung (PDF-Datei) am 29. Juli von sechs auf drei sinken. In den Aufsichtsrat einziehen soll Michael Naschke, Anwalt des einstigen Vorzeige-Jungunternehmers Lars Windhorst. Sein Mandant Windhorst ist Geschäftsführer der Investmentfirma Vatas, deren Muttergesellschaft Sapinda 8,4 Prozent der Balda-Anteile halte. Kürzlich hatte Balda bekanntgegeben, noch kein Ergebnis bei Gesprächen mit Banken und Investoren über eine finanzielle Neuordnung erzielt zu haben.

Außerdem werde sich Michael Sienkiewicz den Aktionären zur Wahl stellen. Der Unternehmensberater aus San Francisco gelte als Vertrauter von Michael Chiang, dessen Familie 15,3 Prozent der Balda- Anteile hält. Chiang leitet außerdem das Asiengeschäft von Balda. Dazu zählt die chinesische Tochter TPK, die dem Vernehmen unter anderem berührungsempfindliche Bildschirme für das Apple-Mobiltelefon iPhone herstellt.

Balda hatte Mitte Mai das defizitäre deutsche Handyschalen- Geschäft an die Hanse Industriekapital-Beteiligungs-GmbH (HanseIK) verkauft. Auch das Geschäft mit Handyschalen und Touchscreens in Asien litt zuletzt, der Umsatz war im ersten Quartal um 1,7 Prozent auf 34,7 Millionen Euro gesunken. (dpa) / (anw)