100 Millionen UMTS-AnschlĂĽsse in Europa
Nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens Informa Telecoms & Media gab es Ende Mai erstmals über 100 Millionen UMTS-Anschlüsse (WCDMA) in Europa. Europaweit ist inzwischen jeder neunte Mobilanschluss UMTS-fähig, in Deutschland jeder siebte.
Ende Mai gab es erstmals mehr als 100 Millionen UMTS-Anschlüsse (WCDMA) in Europa. Dies geht aus Daten von Informa Telecoms & Media hervor. Erst vor rund fünf Jahren, im ersten Halbjahr 2003, waren die ersten kommerziellen UMTS-Betreiber gestartet, die auch passende Endgeräte in Stückzahlen ausliefern konnten. Laut der Statistik gab es Ende Mai 2008 knapp 911 Millionen Mobilfunkanschlüsse in Europa, wovon 101,5 Millionen für Sprach- und/oder Datenübertragung in einem UMTS-Netz genutzt wurden. Das entspricht 11,1 Prozent.
Eine besonders hohe UMTS-Verbreitung gibt es in jenen Ländern, in denen die 3G-Technologie früher eingeführt wurde, und insbesondere dort, wo der reine UMTS-Anbieter 3 am Markt ist. In sieben Ländern, nämlich Schweden, Norwegen, Italien, Portugal, Österreich, Spanien und Finnland, wird bereits mehr als jeder vierte Mobilfunkanschluss mit UMTS genutzt. In Großbritannien, Irland und der Schweiz liegt der Wert knapp unter 20 Prozent. Deutschland kommt auf 14 Prozent.
Anders das Bild in Zentral- und Osteuropa, wo die Verbreitung wesentlich geringer ist. Insgesamt gibt es in dieser Region nur 7,8 Millionen UMTS-AnschlĂĽsse, was 1,9 Prozent aller Mobilfunk-AnschlĂĽsse entspricht. Informa erwartet allerdings, dass Anfang 2011 jeder zehnte Anschluss in Zentral- und Osteuropa UMTS-tauglich sein wird. Bisher haben in der Region nur Slowenien und Georgien diesen Verbreitungsgrad erreicht. (Daniel AJ Sokolov) / (pmz)