Jenoptik zurĂĽck in der Gewinnzone
10,2 Millionen Euro schrieb der Jenaer Technologie-Konzern im vergangenen Quartal in schwarzen Zahlen. Die Prognose für 2008 behält er bei, allerdings am unteren Rand der Umsatz- und Ertragsspanne.
Der Technologie-Konzern Jenoptik ist wieder profitabel und sieht sich nach den harten Einschnitten der vergangenen Jahre besser für konjunkturelle Turbulenzen gerüstet. In den drei Monaten bis Ende September erwirtschaftete das Jenaer Unternehmen laut Mitteilung einen Gewinn nach Steuern von 10,2 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Verlust von 2,5 Millionen Euro in den Büchern. Der Konzern, der sich durch Firmenverkäufe auf sein Geschäft mit Lasern, Optik, Mess- und Wehrtechnik beschränkt hat, erzielte ein Umsatzplus von 6 Prozent auf 397,4 Millionen Euro.
"Wir sehen in den Zahlen eine Bestätigung für die Neuausrichtung", sagte Vorstandschef Michael Mertin heute in Jena. Die Prognosen für 2008 würden beibehalten, allerdings am unteren Rand der Umsatz- und Ertragsspanne. Grund sei der Konjunkturabschwung in der Halbleiter- und Automobilindustrie, der Spuren im Geschäftsbereich Laser und optische Systeme hinterlasse. Die Auswirkungen würden jedoch teilweise durch den Einstieg in neue Felder wie Laser-Anlagen zur Bearbeitung von Solarzellen sowie die gute Entwicklung des Bereichs Verteidigung mit Sicherheits- und Überwachungssystemen kompensiert.
Jenoptik rechnet im Geschäftsjahr 2008 mit einem Gesamtumsatz von knapp 550 Millionen Euro nach 522 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll bei 37 Millionen Euro liegen. Mertin rechnet mit einem überproportionalem Anstieg des Ergebnisses vor Steuern im Vergleich zum EBIT. "Wir haben Maßnahmen ergriffen, um Jenoptik fit zu machen für turbulente Zeiten", sagte er. Der Jenaer Optik-Konzern beschäftigt derzeit 3430 Mitarbeiter. (dpa) / (anw)