Franchise-Computerhändler Synaxon leidet unter dem Preisverfall

Umsatz und Überschuss der Bielefelder Synaxon AG liegen in den ersten neun Monaten 2008 unter den Zahlen des Vorjahres. Das Handelshaus bleibt dennoch zuversichtlich, das angepeilte Gesamtjahresergebnis noch erreichen zu können.

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Umsatz und Überschuss der Bielefelder Synaxon AG liegen in den ersten neun Monaten 2008 unter den Zahlen des Vorjahres, als das Handelshaus noch trotz schwindender Umsätze mit einem deutlichen Gewinnsprung in das Schlussquartal starten konnte. Die Synaxon AG, unter deren Dach die vier Fachhandelsgruppen PC-Spezialist, Microtrend, Akcent Computerpartner und iTeam vereint sind, kann für das laufende Jahr bisher nur einen Umsatz von 11,27 Millionen Euro melden – nach 12,31 Millionen im gleichen Zeitraum 2007.

Der anhaltende Verfall der durchschnittlichen Verkaufspreise von IT-Produkten habe maßgeblich zu den Umsatzeinbußen geführt, teilte das Unternehmen mit. Dies habe insbesondere zu einem Schwund der an das vermittelte Einkaufsvolumen gebundenen Erlöse geführt. Deutliche Einbußen von 22 Prozent, musste Synaxon beim Überschuss in den ersten neuen Monaten hinnehmen: Der Gewinn sackte von rund 1,8 auf knapp 1,4 Millionen Euro ab. Auch das Ergebnis vor Steuern und Minderheitenanteilen gab um fast 25 Prozent auf gut zwei Millionen Euro nach.

Anlässlich der Bekanntgabe der vorläufigen 9-Monats-Zahlen betonte die Synaxon-Führung, noch immer im Rahmen der Planung zu liegen. Das Unternehmen bleibe zuversichtlich, das angepeilte Gesamtjahresergebnis (EBIT) von rund 2,5 Millionen Euro noch erreichen zu können. Mögliche Folgen der weltweiten Finanzkrise seien indessen noch nicht abzuschätzen. Ein Nachfrageeinbruch im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft könne sich nachhaltig negativ auf das Konzernergebnis auswirken.

Die Franchise-Gruppe PC-Spezialist war noch zum Jahresanfang aktiv auf der Expansionskurs und suchte neue Fachhandelspartner – darunter auch branchenfremde Unternehmensgründer und Neueinsteiger. Davon hat sich Synaxon inzwischen wieder verabschiedet. Zum Oktober 2008 wurde nicht nur ein neues vereinfachtes Gebührenmodell für die Franchisenehmer von PC-Spezialist eingeführt, für weitere Standorte will man sich künftig wieder auf Kenner der Branche konzentrieren. "Wir sehen sehr großes Interesse an dem neuen Modell", betonte Synaxon-Chef Frank Roebers anlässlich der Hausmesse SynIT im September. "Unsere Mitglieder erzielen damit im Durchschnitt 30 Prozent mehr Umsatz." Bis Ende 2009 will Roebers die Zahl der Franchisebetriebe wieder auf 100 ausbauen. Zum 1. September 2008 startete PC-Spezialist außerdem mit ersten Filialen in Großbritannien. (map)