Micronas mit noch mehr Verlust
Im vergangenen Quartal schrumpfte der Umsatz des Schweizer Chipherstellers im Jahresvergleich von 169,5 Millionen auf 80,3 Millionen Franken. Unterm Strich steht ein Minus von 156,1 Millionen Franken.
- dpa
Der Schweizer Chiphersteller Micronas hat im ersten Quartal 2009 tiefrote Zahlen geschrieben. Der Verlust stieg auf 156,1 Millionen Franken (103,5 Millionen Euro), wovon der größte Teil auf Restrukturierungskosten wegen des Personalabbaus in Freiburg entfällt. In den ersten drei Monaten 2008 hatte der Halbleiter-Hersteller noch einen Reinverlust von 7,7 Millionen Franken ausgewiesen. Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich dramatisch von 169,5 Millionen auf 80,3 Millionen Franken, wie Micronas heute mitteilt (PDF-Datei). Das Unternehmen habe unter den Folgen der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Absatzeinbrüche der Autoindustrie gelitten.
Die im Februar angekündigte Restrukturierung habe das Ergebnis mit 129,5 Millionen Franken belastet. Micronas hatte unter anderem den Abbau von 500 bis 600 Arbeitsplätzen in Freiburg bekanntgegeben. Seit Mitte April gibt es in Freiburg, der operativen Zentrale des Unternehmens, für rund 750 Mitarbeiter für unbestimmte Zeit Kurzarbeit. Wie Finanzchef Manfred Häner in einer Telefonkonferenz sagte, rechnet das Unternehmen im zweiten Quartal mit einem Umsatz von 40 Millionen bis 50 Millionen Franken. Der operative Verlust (EBIT) soll 28 Millionen bis 32 Millionen Franken betragen. (dpa) / (anw)