WhatsApp ist die meistgenutzte Android-App

Mit Hilfe einer App haben Forscher ermittelt, welche Android-Apps am meisten benutzt werden. Dabei sind auch noch andere Ergebnisse herausgekommen.

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Android-Nutzer verwenden am häufigsten die Messenger-App WhatsApp. Das ist eines der Ergebnisse des Forschungsprojekts NuPEx der Bremer Universitätsausgründung OTARIS. Auf den weiteren Plätzen folgen "Kontakte", "Internet", Facebook, "SMS Service" und Google Play, wie das Forschungsprojekt bekannt gibt.

Mit Hilfe der App NuPEx, die im Google Play Store kostenlos erhältlich ist, haben App-Nutzer ihr Smartphone "in ein Messgerät umgewandelt", schreiben die Forscher. So hätten die tatsächlichen Übertragungsraten oder das genutzte Datenvolumen abgelesen werden können. Insgesamt seien über 22.000 Telefonanrufe und 40.000 App-Nutzungen anonymisiert erfasst und ausgewertet worden. Zusätzlich wurden den NuPEx-Nutzern Fragen gestellt und gebeten, Geschwindigkeit zu beurteilen.

WhatsApp meistgenutzte Android-App (7 Bilder)

Die App NuPEx gibt dem Nutzer Auskunft ĂĽber technische Daten und sein Verhalten. (Bild: Google Play Store)

Nach einer fünfmonatigen Laufzeit des Projekts habe sich nun ergeben, dass die Video-App im WLAN doppelt so lange benutzt wird wie in einem Mobilfunknetz. Tagsüber sind rund 80 Prozent der Teilnehmer mit der Surfgeschwindigkeit und mit der Sprachqualität "zufrieden" und "sehr zufrieden", zwischen 0 Uhr und 3 Uhr sinkt die Zufriedenheit auf 60 Prozent ab.

Nutzer rufen deutlich öfter selbst an als sie von anderen angerufen werden. 52 Prozent der Teilnehmer sind mit dem Service ihres Mobilfunkanbieters zufrieden. 46 Prozent der aktiven Nutzungszeit wird zum Senden von Nachrichten verwendet, 28 Prozent mit Surfen im Web.

Das Forschungsprojekt NuPEx will bei der Planung schneller Breitbandkommunikationsnetze helfen, vor allem im ländlichen Raum. Es geht darum, wie die Servicequalität der Dienste stärker am Nutzungsverhalten und der Erwartungshaltung der Endkunden ausgerichtet werden kann. An dem Projekt sind neben der OTARIS Interactive Services GmbH beteiligt: The Quality Group it vision GmbH aus Hamburg, die Arbeitsgruppe Kommunikationsnetze des Technologie-Zentrums für Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen und das Institut für Kommunikationsnetze der Technischen Universität Hamburg-Harburg.

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(anw)