HPs CloudSystem 8: "Benutzerfreundlich und offen"
Zielgruppenspezifische Oberflächen und Offenheit bezüglich der Hardware von Drittanbietern sollen HPs ab sofort verfügbares CloudSystem 8 auszeichnen.
- Kersten Auel
Speziellen Wert hat HP nach eigenen Angaben in seinem CloudSystem 8 auf mehr Benutzerfreundlichkeit und größere Offenheit gegenüber externen Cloud-Umgebungen oder -Komponenten gelegt. So sollen auf bestimmte Zielgruppen ausgelegte Oberflächen den Zugang zu den jeweils relevanten Funktionen erleichtern. Designer und Administratoren, die HPs Management-Software OneView nutzen, präsentiert sich zudem ein von dort schon bekanntes Look & Feel.
(Bild:Â HP Deutschland)
Der Hersteller bietet CloudSystem 8, das er bereits Ende letzten Jahres angekündigt hat, mit der hauseigenen Infrastruktursoftware Converged Cloud 700x an, die über OneView verwaltet wird. Alternativ lässt sich über OpenStack stattdessen auch Hardware von Drittanbietern nutzen. Die OpenStack-Distribution CloudOS umfasst die Module Compute (Codename "Nova"), Block Storage ("Cinder"), Network ("Neutron"), Identity ("Keystone"), Image ("Glance") und Dashboard ("Horizon"). Hinzu kommen weitere herstellerspezifische Erweiterungen.
Anwendungen, die in der Private Cloud laufen, können bei hoher Last über Cloud Bursting auf Cloud-Infrastrukturen wie AWS, HP-Public Cloud sowie ausgewählter HP-PartnerOne-Provider zugreifen. Hinzugekommen sind in CloudSystem 8 Microsoft Azure und die Service Provider SFR und Arsys.
Installation und Inbetriebnahme des neuen Systems beim Kunden soll nun aufgrund der vorkonfigurierten Hard- und Software auf einige Stunden begrenzt sein. Lediglich kundenspezifische Details wie Nutzerverzeichnisse oder Sicherheitseinstellungen mĂĽsse man vor Ort vorzunehmen.
HP bietet CloudSystem in drei Varianten an: Foundation ist für Cloud-Einsteiger gedacht. Wer größere IaaS- (Infrastructure as a Service) oder PaaS-Umgebungen (Platform as a Service) aufbauen will, kann auf Enterprise zurückgreifen. Als dritte Variante lässt sich CloudSystem Enterpreise um zusätzliche Softwaremodule erweitern, um Softwareservices (SaaS) bereitstellen zu können.
Kunden können zwischen zwei Preismodellen wählen: pro Betriebssysteminstanz (keine zeitliche Begrenzung) oder pro Server (für die Lebensdauer des Servers). Beispielsweise kostet CloudSystem 8 Foundation nach diesem Modell für zehn virtuelle Maschinen inklusive einem Jahr Support 990 US-Dollar. Für dasselbe System für einen physikalischen Server mit einer beliebigen Anzahl virtueller Maschinen berechnet der Hersteller 1290 US-Dollar. (ka)