Neue Aufgaben für UMTS
Wie man UMTS zum Surfen und Mailen nutzen kann und dabei Kostenfallen vermeidet, zeigt ein Schwerpunktbeitrag in der neuen c't-Ausgabe 25/08, die ab Montag am Kiosk erhältlich ist.
Böse Zungen behaupten, dass UMTS bisher nur für den deutschen Staat Erfolgsgeschichte geschrieben habe. Für die Mobilfunkanbieter hingegen, die im Rahmen der Frequenzversteigerung anno 2000 umgerechnet rund 50 Milliarden Euro für UMTS-Lizenzen an den Staat zahlten, hat diese Investition sich bislang nicht ausgezahlt. Es ist auch keineswegs sicher, dass dies in den kommenden Jahren geschehen wird. Hans Eichel, seinerzeitiger Bundesfinanzminister, habe dem Akronym für "Universal Mobile Telecommunications System" eine ganz neue Bedeutung gegeben, sagen Spötter – nämlich "Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Staatsschulden".
Nutzer mobiler Datenübertragung können der UMTS-Technik jedoch ausgesprochen freundliche Seiten abgewinnen: Nie zuvor war es möglich, unterwegs in vertretbarer Geschwindigkeit für so wenig Geld wie heute Datenklopse wie Videos oder Musikfiles zu empfangen – und in zunehmendem Maße auch zu versenden. Die UMTS-Anbindung lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen tatsächlich als brauchbare Alternative zum Festnetz-DSL-Anschluss nutzen. In Ausgabe 25/08, die ab Montag, 24. November, am Kiosk erhältlich ist, zeigt c't nicht nur, wie man UMTS in der Praxis zum Surfen und Mailen nutzen kann, sondern warnt auch vor Kostenfallen und sagt, wo die Knackpunkte und Grenzen des technischen Konzepts liegen.
Nahezu alle Mobilfunkprovider bieten inzwischen Datentarife an, mit denen Kunden unterwegs surfen und per E-Mail kommunizieren können -- allerdings sind nicht all diese Zugänge gleich schnell. So können etwa Anbieter, die das E-Plus-Netz verwenden, zwar Standard-UMTS-Geschwindigkeit liefern, aber für Multimedia-Anwendungen und den Versand auch nur gemäßigt großer Dateien reicht das noch nicht. Dafür braucht man schon durch HSDPA/HSUPA beschleunigte Verbindungen. Aber selbst wenn der Provider eine flotte Datenverbindung bereitstellt, ist noch die passende Hardware nötig, um die mögliche Geschwindigkeit auch auszureizen.
Außerdem steht vor dem Surfvergnügen noch der Tarifvergleich. Die von sprachorientierten Mobilfunkdiensten bekannten Fußnoten-Irrgärten gibt es auch im Datentarif-Geschäft. Im Kleingedruckten verbergen sich oft erhebliche Einschränkungen. Und selbst die beliebten Flatrates sind durchaus nicht immer echte Rundum-glücklich-Lösungen.
Außer den Tipps zur Tarifwahl bietet die c't-Ausgabe Orientierungshilfen zu geeigneter Hardware und zur Software-Konfiguration. So gibt es bereits eine Reihe von Routern, die es erlauben, Nutzergruppen via UMTS ans Internet anzubinden oder die mobile Datenübertragung für Backup-Zwecke zu nutzen. Ihr Leistungsspektrum ist ebenso Thema des UMTS-Schwerpunkts wie das der stickgroßen UMTS-Modems, die für Notebook-Besitzer den Schlüssel zum Daten-Äther bilden. (bb)