Bitkom-Studie sieht Bereitschaft zu Investitionen in Start-ups
Eine repräsentative Umfrage lotet aus, welche Spar- und Investitionsformen, darunter auch in junge IT-Firmen, die Deutschen bevorzugen. Besonders bei Crowdinvesting gebe es großes Potenzial.
(Bild:Â Bitkom)
Rund 3,5 Millionen potenzielle Investoren in Start-ups gibt es in Deutschland -- das sind 5 % der Bundesbürger, die es sich vorstellen können, in ein junges IT- oder Internetunternehmen zu investieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom durchgeführte repräsentative Umfrage unter 2308 Personen in einem Alter ab 14 Jahren.
Laut Aussage des Bitkom-Vizepräsidenten Ulrich Dietz hat insbesondere das sogenannte Crowdinvesting großes Potenzial. Anders als beim Crowdfunding, bei dem die zahlreichen Geldgeber ("Crowd") sich beteiligen, weil sie ein Produkt besitzen wollen oder ihnen das Projekt gefällt, geht es beim Crowdinvesting um die Beteiligung an einem Unternehmen, von dem man sich einen wirtschaftlichen Erfolg verspricht.
Laut Dietz muss man die dreieinhalb Millionen, die zu Investitionen in Start-ups bereit wären, nun mit den passenden Unternehmen beziehungsweise den "innovativen und ambitionierten Gründern" zusammenbringen. Dazu existieren in Deutschland bereits mehrere Plattformen, etwa Bergfürst, Companisto, Innovestment oder Seedmatch.
Noch immer sind allerdings andere Investitions- und Sparformen bei den Deutschen beliebter. Den oben genannten 5 % stehen 50 % gegenüber, die sich vorstellen können, in Immobilienfonds zu investieren, 41 % würden zum Sparbuch greifen, 33 % ihr Geld in Gold und 25 % in Aktien anlegen.
"Eine Investition in Start-ups", meint Dietz, "birgt enorme Chancen, ist aber auch hochriskant und kommt deshalb sicher nicht für jeden in Frage. Die Investoren haben die Möglichkeit bei etwas Neuem mitzumachen und ein innovatives Unternehmen bei den ersten Schritten zu begleiten und zu unterstützen". Eine Beteiligung vieler Investoren mit kleinen Beiträgen aber "streut das Risiko - und verbessert zugleich die Finanzierungsmöglichkeiten von Start-ups deutlich." (ur)