Nokia plant Luxusmobilfunk für Japan

Der finnische Handy-Hersteller will in Japan Netzkapazitäten mieten und für Kunden seiner Luxus-Tochter Vertu bereithalten, heißt es in einem Medienbericht.

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Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia plant für Japan einen eigenen Mobilfunkdienst unter seiner Luxus-Marke Vertu. Das berichtet die japanische Tageszeitung Yomiuri Shimbun ohne nähere Angabe von Quellen. Nokia werde damit der erste Handyhersteller, der in dem Land auch als Provider tätig wird. Die Finnen wollen demnach Netzkapazitäten von NTT Docomo mieten und ihren neuen Dienst im März 2009 starten.

Mit Vertu will Nokia vor allem zahlungskräftige Kunden anlocken. Unter der Marke der in England angesiedelten Luxus-Tochter werden seit 2002 Mobiltelefone mit Gehäusen aus Edelmetallen wie Platin und Gold, aber auch aus Stahl angeboten. In Deutschland sind die Geräte vor allem bei Juwelieren erhältlich.

In Japan sollen die Vertu-Geräte laut dem Bericht 1,6 Millionen bis 5 Millionen Yen (rund 40.000 Euro) kosten. Die Mobilfunkgebühren sollen von Nokia festgelegt werden. Die Luxus-Handys sollen zunächst im Frühjahr 2009 in einem eigenen Geschäft im Tokioter Viertel Ginza erhältlich sein, später auch in Nagoya und Osaka. (anw)