Digitaler Behördenfunk: Strahlungsschutz wird überprüft

Im Zuge des von den Bundesländern zu leistenden Aufbaus des neuen Behördenfunksystems müssen je nach Topografie der Länder zusätzlichen Sendemasten mit 30 Metern Höhe errichtet werden, was mancherorts von Bürgerinitiativen kritisiert wird.

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Von
  • Detlef Borchers

Die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) startet eine Überprüfung des Strahlenschutzes beim BOS-Digitalfunk. Dafür hat sie eine Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) vereinbart, das mehrere Studien durchführen soll. Dies wurde im Rahmen des Fachkongresses PMRExpo bekannt gegeben.

Laut der Mitteilung der Bundesanstalt sollen zunächst mögliche Wirkungen elektromagnetischer Felder der TETRA-Funkgeräte auf den menschlichen Körper untersucht werden. In einem zweiten Schritt sollen dann die Auswirkungen von Sendestationen unter die Lupe genommen werden: Im Zuge des von den Bundesländern zu leistenden Aufbaus des neuen Behördenfunksystems müssen je nach Topografie der Länder zusätzlichen Sendemasten mit 30 Metern Höhe errichtet werden, was mancherorts von Bürgerinitiativen kritisiert wird. Während beispielsweise die Funkabdeckung in Niedersachsen mit 102 Stationen erreicht wird, ist der Aufbau z. B. in Rheinland-Pfalz komplizierter. Hier werden 220 Sendeantennen benötigt, wobei 30 % an neuen Standorten errichtet werden müssen.

Die Begleitforschung zur Auswirkung der elektromagnetischen Strahlung des Digitalfunks wird von der Bundesanstalt finanziert. Dort betont man, die Ergebnisse mit größtmöglicher Offenheit transparent zu kommunizieren. Gleichzeitig verweist die Bundesanstalt auf Großbritannien und die Niederlande, in denen TETRA-Netze in Betrieb sind und ihre Auswirkungen von Forschungsstudien begleitet wurden. (Detlef Borchers) / (jk)