Nokia zieht sich weitgehend aus Japan zurück
Bis auf seine Luxusmodelle der Vertu-Reihe wollen die Finnen in Japan keine Handys mehr verkaufen.
Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia will sich weitgehend aus dem japanischen Markt zurückziehen. Die finnische Nachrichtenagentur STT berichtet, bis auf die Modelle der Luxusserie Vertu sollen künftig keine Nokia-Geräte mehr in Japan verkauft werden. Der Bericht zitiert den Nokia-Manager Timo Ihamuotila, laut dem ein weiteres Engagement seines Unternehmens in Japan unter den gegebenen wirtschaftlichen Bedingungen nicht sinnvoll sei. Allerdings wollen die Finnen weiterhin in Japan forschen und entwickeln.
In anderen asiatischen Märkten wie Indien und China kann Nokia durchaus Erfolge vorweisen. Beispielsweise hatten die Finnen in der ersten Hälfte dieses Jahres in China 38,5 Millionen Handys verkauft. In Japan hingegen dominieren die heimischen Hersteller, die die spezifischen technischen Bedürfnisse der Nutzer besser bedienen können. Nokia konnte hier nie richtig Fuß fassen und kam lediglich auf einen Marktanteil bei 1 Prozent. Weltweit erreichte Nokia im dritten Quartal 38 Prozent. (anw)