Initiative "Internet erfahren" soll mehr Menschen mit der Online-Welt vertraut machen
Ziel der Initiative sei es, "den kompetenten Umgang mit dem Internet in allen Bevölkerungsgruppen zu steigern", erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dagmar G. Wöhrl, am Dienstag in Berlin.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat am heutigen Dienstag gemeinsam mit drei Projektpartnern (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit, Stiftung Digitale Chancen) in Berlin die Initiative "Internet erfahren – Gemeinsam durchs Netz" gestartet. Ziel der Initiative sei es, "den kompetenten Umgang mit dem Internet in allen Bevölkerungsgruppen zu steigern", erklärte Staatssekretärin Dagmar G. Wöhrl bei einer Pressekonferenz am Vormittag. Angesprochen werden sollten Menschen, die das Internet bislang nicht oder nicht kompetent genutzt hätten und deshalb von den beruflichen und sozialen Chancen der digitalen Medien ausgeschlossen seien.
Unterteilt ist die auf drei Jahre angelegte Initiative in drei Programme: Im Rahmen von "Erlebnis Internet – Erfahrung schaffen" sollen insbesondere ältere Menschen erste Erfahrungen mit der Online-Welt machen können. Ziel des Programms "Internet-Patinnen und Paten – Erfahrung teilen" ist die Förderung von "Patenschaften von Netzerfahrenen mit bisherigen Nichtnutzenden, die sich aus dem privaten oder beruflichen Umfeld kennen". Das Programm "Inklusive Internet" richtet sich an Sozialarbeiter, "die Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung, Menschen in ländlichen Regionen, Seniorinnen und Senioren sowie bildungsferne und sozial benachteiligte Frauen und Jugendliche unterstützen".
Alle Maßnahmen basierten auf dem Prinzip, "bestehende Netzwerke zu stärken", verdeutlicht das BMWi. Der Anstoß, sich mit dem Internet vertraut zu machen und seine Möglichkeiten zu erfahren, könne im Kollegenkreis, in der Nachbarschaft, im Sportverein, in der Familie oder in sozialen Einrichtungen erfolgen. Den Vermittlern sollen umfassende Schulungsmaterialien, eine Online-Plattform sowie Kommunikationsstrukturen zur Verfügung gestellt werden. "Die Digitale Integration ist eine Aufgabe, die von vielen Aktiven vorangetrieben werden kann", heißt es im Ministerium. Zum Umfang der finanziellen Förderung durch das BMWi wurden keine Angaben gemacht. (pmz)