Microsoft veröffentlicht kostenlosen Suchserver
Nachdem Microsoft bereits vor einem Jahr den Release Candidate der kostenlosen Suchmaschine Search Server 2008 Express freigegeben hatte, ist nun die deutschsprachige Finalversion verfĂĽgbar.
Nachdem Microsoft bereits vor einem Jahr den Release-Kandidat der kostenlosen Suchmaschine Search Server 2008 Express freigegeben hatte, ist nun die deutschsprachige Finalversion verfügbar. Dabei handelt es sich um eine abgespeckte Variante des Search Server 2008. Microsoft wendet sich mit dem freien Server in erster Linie an kleine und mittelständische Unternehmen.
Die Microsoft-Suche durchforstet lokale Netzwerke und bei Bedarf auch das Internet nach Webseiten und Microsoft-Office-Dokumenten. Auf Wunsch informiert sie via RSS und E-Mail in regelmäßigen Abständen über zwischenzeitlich hinzugekommene Suchtreffer und ermöglicht so, bestimmte Themen längerfristig zu verfolgen. Über die SharePoint-Plattform kann die Suchmaschine, die aus dem "Office SharePoint Server for Search 2007" hervorgegangen ist, in eigene Webanwendungen integriert werden.
Bei Vertippern im Suchfeld hilft der Server mit automatisch generierten Korrekturvorschlägen; Duplikate von Treffern fasst er zu Gruppen zusammen. Im Hintergrund sortiert ein Relevanz-Algorithmus die Suchresultate, der laut Microsoft aus einer Zusammenarbeit der konzerneigenen Forschungsabteilung mit Microsofts Live-Suche entstanden ist.
Der aus Anwendungen wie Firefox bekannte OpenSearch-Standard führt Metasuchen in Webportalen wie YouTube, Wikipedia oder dem Software-Verzeichnis von heise online durch. Zusätzliche Konnektoren integrieren auf Basis von OpenSearch die Suchresultate aus den Portalen in die Ergebnisse des Search Server. Über die IFilter-Schnittstelle, die auch in der Windows-eigenen Suche integriert ist, können weitere Dokumenttypen gefunden werden.
Mit dem kostenlosen Express-Produkt versucht der Softwareriese Googles Such-Appliance Google Mini Konkurrenz zu machen: Für deren auf 100.000 Dokumente begrenzte Standardversion werden mit eigener Hardware derzeit gut 4000 Euro fällig. Microsofts Express Suchserver speichert seine Daten im ebenfalls kostenfreien SQL Server 2008 Express ab – dessen Datenbankgröße allerdings auf 4 GB beschränkt ist – und setzt für den Betrieb einen Windows Server ab Version 2003 voraus. Der ansonsten funktionsgleiche Search Server 2008 kann auch verteilt in einer Serverfarm indexieren und suchen. Die Express-Variante ist hingegen auf einen Rechner beschränkt. (Jonas Westphal)/ (akr)