Fraunhofer-Gesellschaft und GMD zur Fusion verdonnert
Das Forschungsministerium läßt keinen Zweifel daran, dass Fraunhofer-Gesellschaft und GMD fusionieren werden.
In das Gerangel um die Fusion von Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) und GMD hat sich gestern das Forschungsministerium eingeschaltet und die Leitungsgremien von FhG und GMD zur Krisensitzung nach Berlin bestellt. Gemeinsam sei man zu dem Entschluss gekommen, an den Fusionsplänen festzuhalten.
Für große Verwirrung hatte eine am Mittwoch abgefasste gemeinsame Erklärung von Geschäftsführung, Institutsleitern und Wissenschaftlich-Technischem Rat der GMD gesorgt, in der die Fusion nach den Vorgaben der FhG abgelehnt wurde. Die Erklärung war eine Reaktion auf die Ankündigung von FhG-Präsident Hans-Jürgen Warnecke, dass der Zusammenschluss beider Forschungseinrichtungen nach den Spielregeln der FhG geschehen solle.
Eckart Curtius vom Forschungsministerium stellte gegenüber c't aber klar: Die Bundesregierung habe den Entschluss gefasst, zwei von ihr unterhaltene Einrichtungen zusammenzulegen, also lege man die beiden Einrichtungen zusammen. Die Vorstände hätten dabei nur organisierende und ausführende Funktion. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sie auf den entscheidenden Gremiensitzungen im April einen praktikablen Fusionsplan vorlegen könnten. (chr)