IT-Gipfelbotschaften reloaded

Eine Studie zur "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie" für das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

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Von
  • Richard Sietmann

Zwei Wochen nach dem IT-Gipfel in Darmstadt haben Industrieverbände heute eine Studie zur "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie" an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) übergeben. Das knapp hundertseitige Werk beruht im wesentlichen auf einer Expertenbefragung von 538 "Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft" und formuliert acht "Botschaften", die auch schon auf dem Darmstädter Gipfel im Mittelpunkt standen.

Dazu gehören die Überwindung der digitalen Spaltung, die Forderung nach verstärkten Investitionen in die Infrastruktur mit der Konzentration auf den Ausbau der Breitbandnetze, die Unterstützung und Begleitung älterer Menschen durch Informations- und Telekommunikationstechnik, die stärkere Vernetzung im privaten Alltag sowie Flexibilisierung und Effizienzsteigerungen in der Arbeitswelt. Als weitere Schwerpunktfelder der künftigen Entwicklung stellt die Studie die Ressourceneffizienz durch IT ("Green-IT"), Embedded Systems als "Wettbewerbsvorteil, Innovations- und Wachstumstreiber" sowie die Förderung von Unternehmensgründungen durch eine Stärkung der Entrepreneurship heraus.

Zur Umsetzung dieser Ziele enthält der Bericht trotz anderslautender Ankündigungen kaum konkrete Handlungsempfehlungen an Politik und Wirtschaft. Und was die Bedeutung der IT für die Wirtschaft der Bundesrepublik angehe, "brauchen wir überhaupt keine Nachhilfe seitens der Industrie", konterkarierte BMWi-Staatssekretär Jochen Homann die von seinem eigenen Hause geförderte Befragung. Für die beteiligte Deutsche Telekom flüchtete sich "Group Product&Innovation Officer" Christopher Schläffer bei der Präsentation ins Allgemeine: "Unsere Studie soll dazu beitragen, dass sich unser Bewusstsein ändert". (Richard Sietmann) / (jk)