Facebook verschiebt Aktien-Verkaufsplan für Mitarbeiter

Im August hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg angekündigt, nach dem die Mitarbeiter seines Unternehmens einen Teil ihrer Aktien an Investoren verkaufen können. Daraus wird nun vorerst nichts.

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Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat bis auf weiteres die Umsetzung eines Planes aufgeschoben, nach dem die Mitarbeiter seines Unternehmens einen Teil ihrer Aktien an Investoren verkaufen können. Das berichtet die US-amerikanische Website Valleywag. Der im August verkündete Plan sah demnach vor, dass die 800 Mitarbeiter Aktien im Wert von bis zu 900.000 US-Dollar, aber nicht mehr als 10 Prozent ihrer Anteile veräußern dürften. Nun heißt es in einer E-Mail Zuckerbergs an die Mitarbeiter, Facebook sei nicht in der Lage gewesen, einen endgültigen Plan auszuarbeiten, er werde angesichts der derzeit äußerst schwierigen Wirtschaftslage aufgeschoben.

Facebook will sein weiteres Vorgehen überdenken und an die derzeitigen Marktgegebenheiten anpassen, berichtet das Wall Street Journal. Offenbar haben sich nicht ausreichend Investoren bereit gefunden, die Aktien abzukaufen. Diese seien nach dem Wertverlust von Aktien wie zum Beispiel von Google in den vergangenen Monaten besorgt über den Marktwert von Facebook.

Da das Social Network noch nicht an der Börse notiert wird, war der Marktwert im Oktober 2007 auf 15 Milliarden US-Dollar geschätzt worden, da Microsoft für 240 Millionen US-Dollar 1,6 Prozent Facebook-Anteile gekauft hatte. Allerdings war der Einstieg mit dem Geschäft verbunden, dass Microsoft weiterhin die Werbung auf dem Social Network in den USA besorgen durfte und darüber hinaus auch die internationale Werbung. Das bisher geplante Modell des limitierten Aktienverkaufs hätte nach den ursprünglichen Plänen den Mitarbeitern ein ordentliches Zubrot verschaffen sollen, ohne das Facebook an die Börse gehen müsste. (anw)