Ausstellung: Stefan Heyne - Naked Light

In der konventionellen Fotografie ist das Fotomotiv Dreh- und Angelpunkt im Bild, der Berliner Fotokünstler Stefan Heyne hat jedoch einen radikal anderen Weg für seine Fotos gewählt: Es gibt kein Fotomotiv im herkömmlichen Sinne. Er fotografiert Licht.

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Von
  • Sascha Steinhoff

In der städtischen Galerie Dresden stellt vom 14. Juni bis zum 14. September der Fotograf Stefan Heyne NAKED LIGHT. Die Belichtung des Unendlichen aus. Es handelt sich hierbei um 30 abstrakte, unscharfe Fotografien. Die Hälfte der Bilder wurde noch nie auf einer anderen Ausstellung gezeigt. Kunstliebhaber billigen dem Fotografen mit seinen Werken eine besondere Position in der zeitgenössischen Fotografie zu. Wer die Fotos unter rein technischen Aspekten betrachtet, wird auf den ersten Blick wenig spektakuläre Dinge entdecken. Heyne fotografiert sehr reduziert. Ein Fotomotiv im herkömmlichen Sinn gibt es bei ihm nicht. Er fängt stattdessen Lichtstimmungen ein. Abstrakte und von ihrer Umgebung losgelöste Farb- und Heligkeitsverläufe dominieren die Bilder von Stefan Heyne. Zeitliche Bezüge sucht man ebenfalls vergeblich.

Stefan Heyne: NAKED LIGHT. Die Belichtung des Unendlichen (10 Bilder)

Zimmer 911

(Bild: Stefan Heyne)

In einer begehbaren Installation namens The Enlightenment ist die Fotografie O.T. (2012) auf insgesamt 112 Quadratmetern der Wandinnenflächen aufgebracht. Man kann also durch das Kunstwerk sprichwörtlich hindurchlaufen. Die Wände sind mit Durchbrüchen versehen, so kann man beim Durchschreiten der Installation Bezüge zu den außerhalb aufgehängten Werken herstellen.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am 13. Juni 2014 um 19 Uhr. Der Fotograf Stefan Heyne wird anwesend sein, Simone Klein von Sotheby's Paris soll die Eröffnungsrede halten. (sts)