Systemhaus SVA bringt IBM-Lizenz-Portal an den Start
Angesichts von mehr als 10.000 Software-Produkten aus dem Hause IBM fällt es schwer, den Überblick über Preise und Lizenzkonditionen zu behalten. SVA bietet Kunden nun eine Online-Plattform als Orientierungshilfe.
Das Software-Spektrum von IBM umfasst mehr als 10.000 Produkte – entsprechend schwer fällt es, Preise und Lizenzkonditionen im Überblick zu behalten. Vor diesem Hintergrund entschloss sich das Wiesbadener Systemhaus SVA vor circa einem Jahr zur Entwicklung einer Online-Plattform, die sämtliche Informationen zu IBM-Software zusammenführt. Mit dem software-lizenz-portal.de bringt der langjährige IBM Business Partner nun ein entsprechendes Online-Tool an den Start, das vor allem Geschäftskunden einen raschen Überblick über das Angebot verschaffen soll.
"Auf der Plattform stellen wir unseren Firmenkunden sämtliche Produkt- und Preisinformationen zur Verfügung", erklärt Daniel Altmann, der als Business Development Manager bei SVA den Aufbau des Portals maßgeblich vorangetrieben hat. "Die Daten werden komplett von IBM bereitgestellt und wöchentlich aktualisiert." Mit der Informationsplattform will SVA vor allem Kunden aus dem SMB-Umfeld – im IBM-Jargon General Business – erreichen, die sich nicht tagtäglich mit dem Software-Angebot des Herstellers beschäftigen.
Interessierte Kunden sollen sich auf dem Portal zunächst eigenständig informieren, um anschließend eine Angebotsanfrage an die Experten von SVA richten zu können. "Der Kunde, der das Software-Portal besucht, hat ja in der Regel einen Beratungsbedarf und genau an diesem Punkt kommen wir ihm entgegen", erläutert Andreas Mousset, Vertriebsleiter Software bei SVA. Das Lizenzportal eignet sich daher sowohl für den bestehenden Kundenstamm des Systemhauses – es soll aber ebenso Neukunden für den Einsatz von IBM-Software gewinnen.
"Als wir mit der Idee für das Portal an IBM herangetreten sind, trafen wir auf uneingeschränkte Begeisterung", erklärte Mousset gegenüber heise resale. SVA könne daher auf intensive Unterstützung durch den Hersteller vertrauen. Die neue Plattform ist dabei Teil der Firmenstrategie, die darauf abzielt das Software-Geschäft von SVA nachhaltig auszubauen – vor allem im Bereich Middleware, wo das Systemhaus bereits erste IBM-Auszeichnungen vorweisen kann. Während das Systemhaus traditionell auf IT-Infrastrukturprojekte im Server- und Storage-Umfeld fokussiert ist, spielt Software eine immer größere Rolle.
"Trotz der aktuellen Krise konnten wir unsere Umsatzerwartungen im ersten Quartal erfüllen – bei Software lagen wir sogar darüber", betonte Mousset. Dabei habe SVA von der konsequenten Diversifizierung profitieren können, unterstrich der ehemalige IBM-Manager. Denn während das Systemhaus in den Kundensegmenten Automobilindustrie und Banken durchaus Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatte, konnten diese in anderen Bereichen ausgeglichen werden.
Mit steigendem Anteil des Software-Geschäftes hofft SVA noch unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen werden zu können. Langfristig investiere das Unternehmen daher noch stärker in Lösungskompetenz. Auch das Software-Portal soll in einem zweiten Schritt zu einem echten Lösungsportal jenseits des reinen Produktverkaufs ausgebaut werden.
Während SVA mit dem neuen Angebot in den angestammten Kompetenzbereich anderer langjähriger Software-Vertriebspartner von IBM vordringt, weckt das Systemhaus aber auch das Interesse potenzieller Kooperationspartner, wie SVA-Manager Mousset betont. "Wir sind in Gesprächen mit verschiedenen Business Partnern, die zum Teil komplementäre Lösungen anbieten, auf offene Ohren gestoßen." Grundsätzlich stehe das Portal selbstverständlich auch anderen IBM-Partnern offen, unterstrich Mousset. (map)