Preisträger der Ars Electronica 2009 stehen fest

Aus insgesamt 3017 Arbeiten wählten die Jury-Mitglieder 22 Projekte aus, die nun mit "Goldenen Nicas", Sachpreisen, einem Stipendium sowie Preisgeldern bis 10.000 Euro geehrt werden.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Anfang des Jahres wurde das neue Ars Electronica Center (AEC) eröffnet. Linz ist in diesem Jahr Europäische Kulturhauptstadt.

(Bild: Ars Electronica)

Die Veranstalter des Linzer Medienkunst-Festivals Ars Electronica haben am heutigen Mittwoch die diesjährigen Preisträger des "Prix Ars Electronica" bekannt gegeben (PDF-Datei). Aus insgesamt 3017 Arbeiten wählten die Jury-Mitglieder 22 Projekte aus, die nun mit "Goldenen Nicas", Sachpreisen, einem Stipendium sowie Preisgeldern bis 10.000 Euro geehrt werden. Das Gesamtpreisgeld beläuft sich in diesem Jahr auf 122.500 Euro – laut Veranstalter ist der "Prix Ars Electronica" damit der "weltweit höchstdotierte Wettbewerb für Medienkunst".

Das Rennen in der Kategorie "Computeranimation/Film/VFX" entschied die schwedische (heute in Kanada lebende) Filmemacherin Iris Pääbo für sich, die in dem "abstrakt-impressionistischen" Kurzfilm HA'Aki das Eishockey-Spiel auf ihre Art interpretiert. Den ersten Platz in der Kategorie "Digital Musics" heimste der US-Amerikaner Bill Fontana mit der Sound-Skulptur "Speeds of Time" ein, die auf den Glockenschlägen des Big Ben in London basiert.

Ebenfalls ĂĽber eine Goldene Nica und 10.000 Euro kann sich der MedienkĂĽnstler Eduardo Kac freuen. Der gebĂĽrtige Brasilianer lieĂź einen Teil seiner DNA in eine Petunie verpflanzen und ĂĽberzeugte die "Hybrid Art"-Jury mit seiner Lebensreflektion "Natural History of Enigma". Im Bereich "Interactive Art" siegte der Belgier Lawrence Malstaf, der das "Nemo Observatorium" entwickelte, ein begehbarer Zylinder aus PVC, in dessen Inneren Ventilatoren einen (lokal begrenzten) Wirbelsturm entfachen.

HiperBarrio ist eine Community junger (Video-)Blogger, die ihren Ursprung im kolumbianischen Medellin hat und derzeit viel Zuspruch findet – auch in Linz: Goldene Nica in der Kategorie "Digital Communities". Der mit 5000 Euro dotierte Media.Art.Research Award geht in diesem Jahr an den Kunsthistoriker Simon Shaw-Miller für seine Arbeit "Eye hEar: Music, Art, Film & the Culture of Synesthesia", die sich mit visuellen Aspekten von Musik beschäftigt.

Den Nachwuchspreis "u19 – freestyle computing" erhält der Österreicher Matej Petrek für seine Arbeit "In den Tiefen". Das vom Stahlkonzern voestealpine finanzierte Stipendium (7500 Euro) zur Verwirklichung einer "Next Idea" bekam die Open_Sailing_Crew zugesprochen, die sich nicht weniger als "das Überwinden aller möglichen natürlichen und vom Menschen verursachten Katastrophen" auf die Fahnen geschrieben hat. Das Motto dabei: zurück ins Meer. Offiziell werden alle Preise am 4. September im Rahmen der Ars Electronica Gala verliehen. (pmz)