NSA-Skandal: Snowden würde gerne in Brasilien leben
In einem Interview hat Edward Snowden bekräftigt, dass er gerne nach Brasilien gehen würde, wenn ihm das Land Asyl gewähre. Von einem neuen Antrag ist dabei aber nicht die Rede. Ein erster war vergangenes Jahr offenbar abgelehnt worden.
(Bild: dpa, Ho)
Edward Snowdens temporäres Asyl in Russland läuft in wenigen Wochen aus und noch ist unklar, wie es danach weitergeht. Gerne würde er nach Brasilien gehen, sagte er nun in einem Interview mit dem brasilianischen Fernsehsender Globo. Einen förmlichen Antrag dafür hatte er im Sommer 2013 gestellt, er habe aber keine Antwort erhalten. Damals war berichtet worden, Brasilien habe den Antrag abgelehnt.
Im Rahmen der Enthüllungen über die Massenüberwachung der NSA und ihrer Partner steht Brasilien seit Monaten besonders im Fokus. Dort lebt mit Glenn Greenwald nicht nur der für die Berichte maßgebliche Journalist, auch die politische Führung des Landes reagierte besonders kritisch auf die Enthüllungen. Gemeinsam mit Deutschland hatte Brasilien unter anderem eine UN-Resolution für mehr Datenschutz initiiert. (mho)