Display Week: Lichtleiterbündel für analoge Taster mit digitaler Beschriftung
Soll sich die Tastenbeschriftung eines Schaltpults digital verändern lassen, müssen unzählige Minidisplays her. Oder man nutzt ein herkömmliches großes Display und holt dessen Inhalt auf analoge Lichtleiter-Tasten. Die sind sogar fühl- und formbar.
Ob am Mischpult, beim Spielautomaten oder im Auto: Die Bedienung fällt leichter, wenn man Knöpfe, Schieber und Taster nicht nur sehen, sondern auch fühlen kann. Andererseits soll sich die Beschriftung der oft multifunktionalen Bedienelemente am besten digital und dynamisch anpassen.
Display Week: Optische Taster aus Lichtleiterbündeln (5 Bilder)

Digitale Steuerelemente schließt die Kombination aus fühlbaren Köpfen und variabler Beschriftung in den meisten Einsatzbereichen aus, denn dazu würden viele kleine Displays benötigt – diese sind aufwendig und teuer.
Die Lösung: Beliebig geformte Polymer-Blöcke projizieren das unter ihnen liegende Bild an ihre Oberfläche, woraus sich ein analog-digitaler Taster ergibt. Dabei bestehen die optischen Blöcke aus sehr dicht gebündelten und zusammengeklebten Lichtleitern. Das US-Unternehmen Incom stellt solche Faserbündel in diversen Formen her: vom langen Stab bis zur massiven Halbschale.
Fairlight, ein australischer Hersteller von Audio-Komponenten, setzt diese Blöcke für seine nur scheinbar analogen Mischpulte ein. Hier wird ein großes Display zum Teil von einer Platte maskiert. An den freien Stellen projizieren optische Incom-Taster den Display-Inhalt nach oben.
Jede Änderung des Bildinhalts des großen Displays passt sofort die Beschriftung der analogen – hervorgehobenen – Taster an. Statt jedem Taster ein teueres Mini-Display zu spendieren, kommt das Fairlight-Mischpult mit einem großen, vergleichsweise preiswerten LCD und vielen günstigen Faserblöcken aus. (uk)