Computex

Nachwuchs-Maker auf der Computex

Quasi als Maßnahme zur Nachwuchsförderung hat die Taitra am letzten Messetag einen der größeren Konferenzräume freigegeben und dort jungen Makern aus ganz Taiwan die Möglichkeit gegeben, ihre Projekte zu zeigen.

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Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Georg Schnurer

Das war eine gelungene Überraschung: Beim Verlassen der Computex-Abschluss-Pressekonferenz stolpere ich quasi zufällig über eine interessante Veranstaltung, die in keinem der offiziellen Veranstaltungsverzeichnisse zu finden war: Im Konferenzraum 1 des TWTC hat die Taitra am Samstag Nachmittag Platz geschaffen für eine Ausstellung der besonderen Art: Junge Maker zeigen, woran sie derzeit arbeiten. Soviel schon mal vorweg: Eine tolle Aktion, von der leider viel zu wenige Besucher etwas mitbekommen haben dürften.

Maker auf der Computex (15 Bilder)

Holz-Fahrrad I

Das Bike und sein Maker. Mangelhafte chinesisch Kenntnisse des Autors und zu hohe Attraktivität des Smartphones verhinderten allerdings eine weiterreichende Kommunikation. Das Rad ist ebenso wie sein Gegenstück auf dem nächsten Bild durchaus fahrtüchtig, die Lenkung ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Bereits an der Eingangstür gibts das erste Highlight für Radfahr-Begeisterte: Ein Tüftler hat zwei Fahrradmodelle mit Holzrahmen entwickelt. Die aus Multiplexplatten gefertigten Velos sind zwar keine Rennmaschinen, aber durchaus fahrtüchtig. Einzig die Lenkung ist ob der hier verwendeten Scharniere etwas gewöhnungsbedürftig.

Munter geht es am Nachbarstand zu: Hier prügeln sich zwei Battroborgs. Das wäre nun wirklich nichts erwähnenswertes, wenn diese Spielzeug-Roboter über die mitgelieferten Funk-Panels gesteuert würden. Doch hier übernehmen zwei Smartphones die Aufgabe der Kontroller. Als Vermittler zwischen den Welten arbeitet pro Roboter ein Arduino. Die Steuerung, so versichern mir die beiden Studenten aus Taipeh, funktioniert normalerweise recht gut, doch die vielen WLAN-Funkzellen auf der Computex würden doch für einige Störungen sorgen.

Für die musikalische Untermalung am Nebenstand sorgt eine Roboter-Band: Sie vier Band-Mitglieder hämmern auf Gläser und Dosten ein,schüttelt eine Rassel und läuten zwei kleine Glöckchen. Den Takt für die Musik gibt eine Tablet-App vor: Dort kann man jedem der vier Musikanten einfach per Fingerstrich seinen Einsatz geben. Ein wirklich putziges Ensemble.

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Beinahe schon geschäftlich geht es am Warenautomaten zu: Sein Programmierer hat das Gerät mit einem QR-Code ausgestattet. Scannt man diesen per Smartphone ein, lndet man auf einer Webseite, die eine Auswahl der verfügbaren Produkte zeigt. Per klick wähle ich eine Packung Kaugummi aus, dann folgt der Bezahlvorgang, und schon fällt unten aus dem Automaten ein Steifen Kaugumme heraus.

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Natürlich findet man auf so einem Event auch Anbieter von Modulen und Services für Maker. Besonders interessiert hat mich ein Bausatz für einen 3D-Drucker namens "Atom". Er wird von ALT Design vertrieben und kann recht große Objekte erstellen, wird aber derzeit ausschließlich in Taiwan vertrieben. Das Gerät erinnert stark an "Mini Kossel" von Johann C. Rocholl. (gs)