Microsoft stellt Cloud-Software zur validen Prognostik vor

Mit Azure ML soll Predictive Computing bzw. maschinelles Lernen nicht nur für Spezialisten möglich sein. Es geht dabei darum, aus großen Datenmengen die Auftretenswahrscheinlichkeit künftiger Ereignisse vorhersagen zu können

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Von
  • Jürgen Seeger

Microsoft hat eine Vorabversion von Azure ML angekündigt, einen Set von Cloud-APIs zum maschinellen Lernen. Es geht dabei darum, aus großen Datenmengen die Auftretenswahrscheinlichkeit künftiger Ereignisse vorhersagen zu können. Einsatzgebiete sind etwa das Erkennen von Betrugsversuchen, wie es schon jetzt bei Kreditkartengesellschaften im Einsatz ist, die Vorhersage von Nachfrageschüben für bestimmte Produkte oder das Auftreten von Epidemien.

Neben eigener Software aus dem X-Box- und Bing-Umfeld nutzt Microsoft für Azure ML die frei verfügbare Statistiksprache R. Ziel ist, prädiktive Analysen für normale Anwendungsprogramierer verfügbar zu machen, eigene Analysen sollen per Drag&Drop erstellt werden können. Zum Angebot soll auch ein Entwicklungspaket zum Programmieren eigener Anwendungen gehören. Zu den Pilotanwendern zählen laut Microsoft die Carnegie-Mellon-Universität und ein Online-Händler. Entwicklungsleiter des Projekts ist der von Amazon zu Microsoft gewechselte Joseph Sirosh.

Im Juli will Microsoft eine öffentliche Beta bereitstellen. Über Preise und den Zeitpunkt der kommerziellen Verfügbarkeit ist bislang nichts bekannt.

Auch andere IT-Firmen sind im Bereich maschinelles Lernen tätig. So hat IBM angekündigt, sein KI-Programm Watson in der Cloud verfügbar zu machen.

(js)