Assange: "Das Spiel ist noch unentschieden"

Unentschieden, aber noch nicht zu Ende sei das Spiel um seine Ausreise nach Ecuador, erklärt Wikileaks-Gründer Julian Assange. Seit zwei Jahren sitzt er in der ecuadorianischen Botschaft in London fest.

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Von
  • dpa

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat seine Lage als ein vorläufiges Remis bezeichnet. "Formell gesehen steht es unentschieden, wie das Spiel zwischen Ecuador und England vor einigen Tagen illustrierte", erklärte Assange auf einem am Mittwoch von der ecuadorianischen Nachrichtenagentur Andes veröffentlichten Video.

Jullian Assange will trotz "de-facto-Haft" weiter für Enthüllungen sorgen.

(Bild: dpa, Kerim Okten/)

Die beiden Länder waren bei einem Testspiel vor der WM in Miami 2:2 ausgegangen. Assange befindet sich seit zwei Jahren in der Londoner Botschaft Ecuadors.

"Das Spiel ist aber noch nicht beendet", sagte der 42-jährige Australier über sein Bemühen um eine Ausreise nach Ecuador. Die britischen Behörden wollen Assange nach Schweden ausliefern, wo gegen ihn wegen mutmaßlicher Vergewaltigung vermittelt wird. Assange behauptet, der Fall sei erfunden, um ihn von Schweden aus in die USA abzuschieben, wo er wegen Enthüllungen über die US-Geheimdienste vor Gericht kommen könne.

Seine Lage sei schwierig nach fast vierjähriger "de-facto-Haft", erst mit Ausreiseverbot in England und seit zwei Jahren in der Botschaft Ecuadors. Er habe aber trotz der Überwachung und Bespitzelung durch britische und US-Geheimdienste weiter arbeiten können und werde sein Versprechen halten, Information über Menschenrechtsverletzungen der USA und ihrer Alliierten weiter zu veröffentlichen und niemals zu zerstören. Diese Möglichkeit der Fortführung seiner Enthüllungsarbeit unter dem Schutz der ecuadorianischen Regierung habe einen "bedeutenden Abschreckungseffekt" auf weitere Verfolgungen erreicht. (axk)