Evaluation-Board mit Artix-7 FPGA

In wenigen Wochen soll das Evaluierungskit fĂĽr Artix-7-FPGAs von Avnet ausgeliefert werden. Die Artix-Reihe ist die neue Low-Cost-Familie innerhalb der aktuellen Siebener-FPGA-Generation von Xilinx.

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Von
  • Carsten Meyer

FPGA-Experimentierplatine mit Artix-7 vom Distributor Avnet

Das auf dem Board Artix-7 50T FPGA Evaluation Kit verbaute Gate-Array von Xilinx steht zwar in der Artix-Hierarchie relativ weit unten, es lässt ältere FPGA-Generationen aber trotzdem ziemlich blass aussehen: Mit 150 Block-RAMs je 18 KBit und 52.160 Logikzellen liegt es weit über dem größten FPGA der immer noch produzierten Spartan-3A-Serie (XC3S1400A: 32 Block-RAMs, 25.344 Logikzellen), darüber hinaus bietet es noch 120 universelle DSP48-Slices (zum Vergleich: der XC3S1400A hat nur 32 Multiplizierer). Sein Stromverbrauch ist durch die 28-nm-Technik deutlich kleiner als bei der aktuellen Sparten-6-Familie, und schneller ist es auch noch – der interne Takt kann 450 MHz betragen.

Blockschaltbild des Artix-7 Evaluation Kit

Das Board enthält neben dem Artix-7 XC7A50T-1FTG256C einen DDR3-RAM-Baustein mit 256 MByte, 32 MByte SPI-Flash, zwei Ethernet-PHYs, einen USB-UART und sechs Steckplätze für die bekannten Digilent-Pmod-Erweiterungsplatinen. Es soll ab Ende Juli beim Distributor Avnet für 239 US-$ lieferbar sein. Im Preis enthalten ist eine auf das FPGA des Boards beschränkte Lizenz für die neue Entwicklungsumgebung Vivado von Xilinx. Das bisherige (kostenlose) ISE Webpack sollte sich aber ebenfalls einsetzen lassen.

Ein ähnliches, bereits erhältliches Board bietet Digilent mit dem Nexys4 an. Hier kommt der doppelt so große Artix-7-Chip XC7A100T zum Einsatz, allerdings ist die Platine mit 320 US-$ auch teurer. (cm)