Backup-Strategien

Bildarchive mit mehreren hundert Gigabyte lassen sich nicht mal eben nebenbei sichern. Eine Vollsicherung setzt auch schnelle Computersysteme über viele Stunden außer Gefecht. Eine gut durchdachte Backup-Strategie kann den Aufwand für regelmäßige Sicherungen jedoch sinnvoll reduzieren.

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Lesezeit: 8 Min.
Von
  • Sascha Steinhoff
Inhaltsverzeichnis

Bei der Datensicherung gab es in den letzten Jahren einen radikalen Umbruch. Die traditionelle Datensicherung per Archivbit hat mit der Datensicherung per Hardlink einen starken Gegenspieler bekommen. Wir stellen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Sicherungsmethoden von Bildarchiven vor. Dabei wird sich herausstellen, dass das Backup von Bildarchiven im Vergleich mit der Sicherung von Betriebssystem- oder Programmdateien recht unkompliziert ist. Durch das groĂźe Sicherungsvolumen ist eine durchdachte Backup-Strategie dennoch erforderlich.

Personal Backup von Jürgen Rathlev ist ein leistungsfähiges Freeware-Programm zur traditionellen Datensicherung auf Dateiebene. Verglichen mit der Sicherung per Hardlink ist das Handling umständlicher.

Datensicherungen unter Windows setzen traditionell auf Archivbits. Hierbei handelt es sich um ein Dateiattribut, das Windows bei neu angelegten oder geänderten Dateien automatisch setzt. Backup-Programme nutzen das Archivbit, um festzustellen, ob eine Datei schon geändert wurde. Ein Backup-Programm kann und muss Archivbits in bestimmten Situationen zurücksetzen, dafür braucht es aber volle Schreibrechte auf die zu sichernden Dateien. Das kann bei der Sicherung von Systemdateien ein Problem sein. In jedem Fall sollte man während einer laufenden Sicherung keine Schreibzugriffe auf die zu sichernden Daten freigeben.

Bei einer Vollsicherung wird immer der komplette Datenbestand gesichert. Und zwar unabhängig davon, ob ein Archivbit gesetzt ist, oder nicht. Bei allen Dateien wird das Archivbit dann – sofern es gesetzt ist – zurückgesetzt. Es ist für das Backup-Programm also erkennbar, welche Dateien erst nach einer Vollsicherung dazugekommen sind. Bei einer Vollsicherung erhält man eine Kopie des kompletten Datenbestandes. Das ist erwünscht, weil man bei einer Rücksicherung nur einen einzigen Sicherungssatz braucht. Der Nachteil: Man braucht sehr viel Speicherplatz, insbesondere bei häufigen Sicherungsintervallen. Bei großen Datenbeständen wie einem Bildarchiv wird eine Vollsicherung nur als initiale Sicherung und in sehr großen Zeitabständen – beispielsweise jährlich – in Betracht kommen.

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