Gigabit-WLAN: Lancoms neue Access-Point-Serie L-13xx
Die zwei neuen Access-Points sind für simultane Übertragungen im 2,4- und 5-GHz-Band ausgelegt und bringen für jedes Band jeweils drei Antennen mit. Je nach Modell sind entweder alle sechs Antennen im Gehäuse integriert oder nur eine davon.
Mit dem Modell L-1302acn dual Wireless und dem L-1310acn dual Wireless kommen zwei neue Access-Points mit je zwei Funkmodulen auf den Markt, die für den Gigabit-Funk gemäß der IEEE-Spezifikation 802.11ac konzipiert sind. Dem Modell L-1302acn hat der Hersteller, Lancom Systems, externe Antennen spendiert, das Modell L-1310acn bringt interne Antennen mit. Lancom will mit den Geräten Enterprise-Kunden ansprechen.
Beide Access-Points arbeiten im 2,4-GHz-Band mit einen 11n- und im 5-GHz-Band mit einem 11ac-Funkmodul. Zudem sind beide für die Vorgänger-Spezifikationen IEEE 802.11a/b/g/n ausgelegt und sie können im 5-GHz-Band auch die höheren WLAN-Kanäle nutzen; entsprechend ist dafür die DFS-Technik implementiert (Dynamic Frequency Selection), um zum Beispiel Wetterradar-Signale zu erkennen und diesen gegebenenfalls durch Kanalwechsel ausweichen zu können.
Simultan-Dual-Band
Der Lancom L-1302acn dual Wireless sendet simultan in beiden Bändern, also im 2,4- und 5-GHz-Band zugleich und zwar per 3x3-MIMO-Verfahren. Insgesamt sind dafür sechs Antennen an Bord; fünf externe und eine interne. Beim L-1310acn sind alle sechs Antennen von außen nicht sichtbar im Gehäuse untergebracht. Die Status-LEDs sind beim L-1310acn abschaltbar, damit er sich unauffällig in Büro-, Hotel- oder Forschungs-Umgebungen integrieren lässt.
Beide Access-Points sollen mit Lancoms eigenem Verfahren Active Radio Control (ARC) das Funkfeld optimieren. ARC identifiziert mittels einem Spectral-Scan-Verfahren WLAN-Störquellen mit dem 11n-Funkmodul und stellt sie grafisch dar. Mittels Adaptive Noise Immunity will Lancom im Access-Point Störsignale im Funkfeld ausblenden und sich ausschließlich auf WLAN-Clients mit ausreichender Signalstärke fokussiert. In Installationen mit mehreren Access-Points soll die Client-Steering-Funktion die Clients den Access-Points zuordnen, zu denen sie gerade den besten Funkkontakt haben.
WLAN-Besonderheiten
Per Band Steering lenken die Access-Points WLAN-Clients aktiv vom oft überlaufenen 2,4-GHz-Band in das leistungsfähigere 5-GHz-Band um. Mit diesem vom Access-Point induzierten Wechsel, wird nicht nur das schmalere 2,4-GHz-Band automatisch entlastet, sondern unter Umständen auch der Durchsatz für die Clients erhöht, weil sich im 5-GHz-Band mehr breite Funkkanäle aufspannen lassen (z. B. bei 11n-Funk 40 MHz anstatt nur 20 MHz). Die RF Optimization reduziert Kanalüberlappungen, was den Durchsatz von WLAN-Clients ebenfalls erhöhen soll.
Wie bisher von Lancom entwickelte Access-Points, so lassen sich auch die neuen Modelle wahlweise autonom oder über einen Lancom-WLAN-Controller betreiben. Darüber hinaus sind Sicherheits-Features wie IEEE 802.11i mit WPA2- und AES-Verschlüsselung sowie IEEE 802.1X/EAP (WPA2 Enterprise) für Umgebungen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf an Bord. Beide Geräte können mittels
Multi-SSID und VLAN Netzwerke unterteilen und virtualisieren und lassen sich ĂĽber PoE (IEEE 802.3at) mit Strom versorgen.
Beide Modelle, das L-1302acn dual Wireless sowie das Modell L-1310acn dual Wireless sind für rund 950 Euro erhältlich. (dz)